So geht es ihm nach dem schweren Kletterunfall

Huberbua Thomas: Bin "wia a Katz" gelandet

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Berchtesgaden - Der weltbekannte Extrembergsteiger Thomas Huber von den Huberbuam ist beim Klettern schwer verunglückt. Er selbst gibt aber Entwarnung:

UPDATE - 11.55 Uhr: Verletzungen stellten sich als schlimmer heraus

Beim Abseilen an der Route nach Filmaufnahmen passierte es: Weil das Seil nicht lang genug war, wollte Thomas Huber auf einem Band am Einstieg der Route ein weiteres Seil nehmen. Dafür musste er aus der Sicherung heraus - und verlor auf dem etwa eineinhalb Meter breiten Absatz das Gleichgewicht! Huber stürzte fast 20 Meter in die Tiefe. 

Dort schlug er Gott sei Dank auf einem weichen Waldboden auf. "Wia a Katz", schildert Thomas Huber seine unsanfte "Landung". Dieser Tatsache ist wohl auch der Umstand geschuldet, dass er keine Prellungen davon trug. Auch war Huber nach dem Sturz bei vollem Bewusstsein. 

Sein Partner, der ehemalige Bergwachtler Michael Grassl, stellte zunächst außer einer Verrenkung des linken Mittelfingers nur einen leichten Schock fest und verständigte einen Krankenwagen. Gemeinsam stiegen die beiden noch ca. 20 Gehminuten ab, wo Thomas Huber in den Krankenwagen stieg und ins Klinikum Traunstein gefahren wurde. 

Nach seinem schweren Unfall in den Berchtesgadener Bergen geht es dem Extremkletterer Thomas Huber im Klinikum Traunstein schon wieder gut. 

Aufgrund der Schwere des Absturzes wurde er in den Schockraum des Klinikums Traunstein gebracht und vom überregionalen Traumazentrum von Prof. Dr. Rupert Ketterl erstversorgt. Bei einer Computertomographie wurde dann festgestellt, dass Thomas Huber neben der Luxation des Mittelfingers einen Schädelbruch erlitten hatte, der vom Chefarzt der Neurochirurgischen Abteilung, PD Dr. Mario Carvi y Nievas, operativ behandelt wurde. Außerdem fanden die Ärzte heraus, dass noch einige Dornfortsätze der Wirbelsäule an- bzw. abgebrochen sind. Diese müssen jedoch von selbst wieder anwachsen. 

Drei Tage nach dem schweren Unfall geht es Thomas Huber schon wieder gut. "Dank der optimalen Versorgung im Klinikum Traunstein, sowohl im Operationssaal als auch auf der Station", wie Thomas Huber betont, der bereits auf dem Gang der Station spazieren gehen kann. Und was ihn besonders freut: Es sind keine bleibenden Schäden zu befürchten. In der kommenden Woche soll er das Klinikum Traunstein bereits wieder verlassen können. 

Bjr

UPDATE, Freitag 7 Uhr:

Wie BGLand24.de am Donnerstag erfuhr, ist der bekannte Bergsteiger Thomas Huber am Dienstag beim Klettern abgestürzt. Der eine der beiden "Huberbuam" war am Brendlberg 20 Meter in die Tiefe gestürzt.

Nach eigenen Angaben gehe es ihm aber soweit gut. Nun atmet seine Familie auf. Huber lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Berchtesgaden.

Sein Kletterpartner und Bruder, Alex Huber, kann ihm momentan aber nur bedingt beistehen. Wie tz.de berichtet, ist Alex derzeit auf einer Expedition nach Grönland

Update, 22 Uhr

Thomas Huber hat über Facebook mitgeteilt, dass es ihm soweit gut geht. Er habe "1000 Schutzengel gehabt", so der Extremsportler. Er selbst gibt sich optimistisch und schreibt auf Facebook: "Bis bald, euer Thomas".

Erstmeldung

Extrembergsteiger Thomas Huber in 6920 m Höhe auf dem Gipfel des Ogre III im pakistanischen Karakorum (2001)

Wie BGLand24.de aus gut unterrichteten Bergsportkreisen erfahren hat, ist Thomas Huber bereits am Dienstag beim Klettern schwer verunglückt. Demnach habe der ältere Bruder von Alexander Huber am Brendlberg zwischen der Oberau und Scheffau an einem Felsen Haken gesetzt und Kameras positioniert, um Filmaufnahmen zu machen. Beim Abseilen sei er dann 20 Meter im freien Fall in die Tiefe gestürzt.

Thomas Huber soll sich bei dem Sturz einen Schädelbruch zugezogen haben. Im Traunsteiner Krankenhaus sei er aufgrund eines Blutgerinnsels sofort operiert worden. Sein Zustand ist mittlerweile aber stabil, mit Spätfolgen sei nicht zu rechnen.

Thomas hatte bereits 2011 eine schockierende Diagnose bekommen: Auf seiner Niere fanden Ärzte ein tumorartiges Gebilde. Zum Glück stellte sich heraus, dass der Tumor gutartig war und entfernt werden konnte.

Seit über drei Jahrzenten reisen die Huberbuam zu den Bergen dieser Welt. Ob Alpines Klettern, Speed-Climbing oder "Free Solo" - für die Huberbuam scheint kein Berg, kein Felsen unbezwingbar. Auch die Antarktis lockte die zwei AusnahmesportlerEinen Einblick über ihre Touren geben sie auf Ihrer Homepage. Den wahrscheinlich größten Bekanntheitsgrad erlangten sie aber durch ihren Bergsportfilm "Am Limit".

Der Trailer zum Huberbuam-Film "Am Limit":

Bilder der Antarktis-Expedition der Huberbuam:

Antarktis-Expedition der Huberbuam, Teil 1

Antarktis-Expedition der Huberbuam, Teil 2

Antarktis-Expedition der Huberbuam, Teil 3

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