Schulbustraining an der Bacheifeldschule

Nicht drängeln! Schulbustraining mit den Erstklässlern

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Schulbustraining an der Bacheifeldschule

Berchtesgaden - Sicher mit dem Bus in die Schule und zurück! Mit dem Schulbustraining des RVO üben die Erstklässler der Grundschule das richtige Verhalten beim Schulbusfahren.

Viele Kinder im Landkreis Berchtesgadener Land fahren tagtäglich mit dem Schulbus zur Schule. Damit keiner schubst, drängelt oder gar im Bus durch verunglückt, bieten der RVO und diverse andere Busunternehmen im Landkreis gemeinsam mit der Polizei Schulbustraining mit den Erstklässlern an.

Richtiges Verhalten an der Bushaltestelle

Als Erstes wird das richtige Verhalten an der Bushaltestelle geübt. Nicht drängeln oder schubsen, so lautet die Devise, die Claus Graßl (RV) und Regina Dörr (Polizei Berchtesgaden) den Kindern erläutern. Denn, so Graßl: "Eure Sicherheit ist das Wichtigste und liegt uns sehr am Herzen". 

Eifrig üben die Kinder das richtige Anstellen in der Reihe und das ordentliche Einsteigen mit dem Schulranzen in der Hand und nicht auf dem Rücken. "Im Schulbus dann bitte die Ranzen auf den Boden zwischen die Füße, bzw. unter den Vordersitz schieben und nicht im Gang herumliegenlassen", so der RVO-Beauftragte, denn diese "können zu gefährlichen Geschossen werden, wenn eine Vollbremsung nötig ist".

Im Falle eines Falles

Im Inneren des Busses geht es dann weiter. Maxl, eine Kinderpuppe, die ungefähr die gleiche Körpergröße hat wie die Erstklässler, darf mit einsteigen. Während die Kinder die Anweisung bekommen, sich brav auf die Sitze zu setzen und sich festzuhalten, bleibt Maxl einfach mitten im Bus stehen. 

Bei der nun folgenden Vollbremsung mit gerade einmal 7-8km/h pro Stunde, veranschaulicht der Busfahrer den Kindern, was mit jemandem passiert, der beim Fahren im Gang steht, bzw. wie dessen Schulranzen durch das Innere des Busses fliegt. Während Maxl mit dem Kopf voraus an der nächsten Wand landet, saust der Ranzen fast bis zum Busfahrer. 

Die Kinder lachen leicht verlegen und erschrocken, wird ihnen doch bewusst, wie gefährlich es sein kann, wenn sie nicht auf ihren Plätzen sitzen bleiben.

Bildergalerie - Schulbustraining mit den Erstklässlern

Das Gewicht von 12 Elefanten

Platsch macht es - als der Bus mit seinen Reifen über den gefüllten Kanister fährt und diesen zum Platzen bringt. Wozu? "Das könnte ein Körperteil sein", so Claus Graßl. "Versteht Ihr jetzt, warum es gefährlich ist, auf dem Bürgersteig, bzw. an der Bushaltestelle herumzuschubsen? 

Der Bus hat im leeren Zustand ein Gesamtgewicht wie 12 Elefanten. Mit Euch zusammen sogar von 18 Elefanten. Schubst Ihr Euch untereinander und ein Kind stürzt vor den Bus, dann ist das lebensgefährlich!". Auch hier erklingt zwar lautes Lachen bei den Kindern, aber sie werden auch ein wenig nachdenklich.

Der tote Winkel

Es folgen gemeinsam mit Regina Dörr und den Lehrerinnen eine anschauliche Präsentation wie viele tote Winkel so ein großer Schulbus hat, wie gefährlich es sein kann, wenn man einfach vor oder hinter einem Bus über die Straße läuft und natürlich, dass man nicht einfach aus dem Schulbus ohne zu schauen, nach draußen springen darf. Schließlich verlaufen viele Haltestellen an Rad-und Fußgängerwegen vorbei. Daher heißt es hier immer nach rechts und links schauen vor dem Aussteigen!

Eine Urkunde für die Erstklässler

Den Abschluss bildet eine kleine "Prüfung", ob die Kinder auch alles richtig verstanden haben, bei der die Erstklässler eifrig ihr neues Wissen vortragen. Die einhellige Meinung aller Erstklässler und Lehrerinnen: "Das war Spitze!".

Lesen Sie demnächst im Interview mit Claus Graßl von der RVO auf BGLand24.de, warum das Schulbustraining für Ihre Kinder so wichtig ist.

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