Rettung mit dem Hubschrauber

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Berchtesgaden - Mit dem Hubschrauber mussten am Samstag drei Bergsteiger gerettet werden. Sie waren auf eine völlig falsche Route gekommen. **neue Bilder

Am Samstag, 28. Juli, hatten die Bergetter aus Berchtesgaden einen spektakulären Einsatz: Drei aus dem Raum Augsburg stammende Bergsteiger wollten am frühen Morgen über den Aibetalsteig auf den Hohen Göll beziehungsweise das Hohe Brett aufsteigen. Eine durchaus beliebte und viel begangene Variante auf die beiden Gipfel. Dennoch passierte den drei Bergsteigern ein fataler Fehler. Sie verloren den Steig aus den Augen und stiegen durch eine Steile, sehr steinbrüchige Rinne weiter auf. Als sie jedoch in unwegsames Gelände gerieten, in dem sie nicht mehr vor oder zurück kamen, wurde ihnen bewust, dass sie sich nicht mehr aus eigener Kraft in Sicherheit bringen konnten.

Notruf an die Bergretter

So setzten sie einen Notruf ab und alarmierten die Bergretter aus Berchtesgaden. Erst nachdem sie mehrfach dem Einsatzleiter der Bergrettung ihre Position erklärten und man sie vom Düreck aus (Elite Sportschule Christophorusschule) in einer Rinne auf rund 1200 Höhenmeter entdeckt hatte, konnte man Rettungskräfte zu ihnen lotsen. Zwei Bergretter, die sich gerade im Aufstieg auf demselben Steig befanden, um eine Bergtour zu machen, stiegen als Erstes zu den in Not geratenen auf.

Von der Bergrettung ausgeflogen

Drei weitere Bergretter stiegen von unten her ebenfalls durch die Rinne zu den in Not geratenen auf, jedoch wurde allen Beteiligten schnell klar, dass es viel zu gefährlich wäre, die Personen durch die Rinne abzuseilen. Denn der Steinschlag, der dort permanent herrschte würde alle beteiligten in absolute Lebensgefahr bringen.

Mit dem Hubschrauber ausgeflogen

So wurde der Bundeswehrhubschrauber Landsberg 87 (SAR Maschine) angefordert. Der Hubschrauber landete neben der Sporthalle der Christophorusschule in direkter Sichtweite zur Einsatzstelle. In mehreren Anflügen und Abbergungen mittels der Seilwinde des Hubschraubers gelang es, die Bergsteiger, aber auch die Bergretter, aus der Wand zu fliegen.

So konnten die Bergretter aus Berchtesgaden in zwei Stunden die in Not geratenen in Sicherheit bringen. Für die Betankung des Hubschraubers - er musste wieder zurück nach Landsberg fliegen - wurde der Betankungsanhänger der Bergrettung angefordert.

Die Flugbereitschaft der SAR Maschine hatte in den Letzten Tagen nun bereits ihren achten Einsatz und sie waren 14 Stunden in der Luft. Durch das in den letzten Tagen anhaltende Hoch sind erheblich mehr Einsätze für die Flugbereitschaft angefallen, so der Pilot des Hubschraubers. Es ist überdurchschnittlich viel los im Vergleich zu anderen Schichten.

Aktivnews

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