Einheimische Landwirtschaft fördern

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Bischofswiesen - Anne Franke, Landtagsabgeordnete der Grünen, besucht Bauernhöfe im Berchtesadener Land und verspricht Hilfe für einheimische Agrarwirtschaft. 

Veranstaltungen in den Betreuungslandkreisen gehören zu den schönen Aufgaben eines jeden Abgeordneten. „Aber auf meine Besuche im Berchtesgadener Land freue ich mich immer ganz besonders,“ so die Grüne Landtagsabgeordnete Anne Franke.

Sie traf sich diesmal auf dem Biobauernhof von Marlies und Hermann Moderegger mit einheimischen Grünen und dem Ramsauer Bauern Haimo Graßl, der die „Agrargemeinschaft Kallbrunnalm“, eine Initiative von bayerischen und Pinzgauer Bauern, vorstellte. Bei Bioapfelsaft aus eigener Herstellung, Kaffee und Kuchen ging es um die gemeinsame Agrarpolitik, die momentan für die Jahre 2014 bis 2020 justiert wird. Franke tritt für eine Weichenstellung ein, die die bäuerliche Landwirtschaft unterstützt und nicht einseitig Rationalisierung und Wachstum fördert.

Für Franke sind heute die Hauptprofiteure vieler hoher Subventionen die Agro-, Chemie-, Pharma- und Biotechindustrie und nicht die Landwirte vor Ort. So haben seit Einführung der Zahlungen 1962 ca. 80 % der Bauernhöfe in Deutschland aufgegeben. Und die Tendenz hält ungebrochen an, „wachsen oder weichen“ heißt die Devise der Staatsregierung für die bayerischen Betriebe.

Auch für die Bekämpfung des Hungers in der Welt brauchen wir - wie auch der Weltagrarbericht sagt - andere Weichenstellungen. Nicht die energieintensive Hochtechnologie, der Einsatz von Gentechnik, Mineraldünger und Agrarchemie ermöglicht die gesunde Ernährung der Weltbevölkerung sondern Selbstversorgung und regionaler Handel. Die daraus entstehende Ernährungssouveränität ist das Konzept für eine gesunde und sichere Ernährung der Menschen überall auf der Welt.

Frankes Anliegen ist es, dass Fördermaßnahmen in Zukunft nicht mehr nach der Fläche berechnet werden, sondern nach dem Arbeitsbedarf. “ Nur damit können wir die bäuerlichen Betriebe mit ihrem vielfältigen Angebot von gesunden Lebens-Mitteln erhalten und eine art- und umweltgerechte Bewirtschaftung unterstützen. Die Abwanderung in die Städte muss aufhören, wir wollen unsere Kulturlandschaft und die Lebensqualität, die mit dem Beruf des Landwirts verbunden ist, erhalten.“ Die Einladung für ihren nächsten Besuch auf die Kallbrunner Almen nahm Franke gerne an.

Pressemitteilung Grüne Fraktion Bayern

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