"Du warst ein echter Fuchs"

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Anette Farrenkopf (l.) und Georg Grabner (r.) verabschiedeten Heinz Muhler in den Ruhestand.

Bad Reichenhall - Sechs Jahre lang hat Heinz Muhler die Geschicke der ARGE AIDA Berchtesgadener Land geleitet. Mit der Einführung des Jobcenters nimmt er seinen Abschied.

Nicht etwa, weil er mit der Einführung des Jobcenters nichts zu tun haben will, im Gegenteil. Eigentlich hätte sein Ruhestand bereits zum 1. Januar begonnen, aber Heinz Muhler hat sich bereit erklärt, noch drei Monate dran zu hängen, damit der Übergang fließend ist.

"Es ist für mich eine ehrenvolle Aufgabe Sie in den Ruhestand, oder soll ich sagen 'Unruhestand', zu verabschieden", lachte Landrat Georg Grabner am Mittwoch. Da Muhler spontan drei Monate länger arbeitete, fand die Verabschiedung noch während seiner Dienstzeit statt. Nach Lächeln war der Leiterin der Arbeitsagentur Traunstein, Anette Fahrenkopf, nur bedingt. "Ich freue mich sehr, dass wir vor Weihnachten den Vertrag für das Jobcenter Berchtesgadener Land unterschrieben habe", sagte sie bei der Verabschiedung. "Ich freue mich aber nicht, wenn der liebe Heinz, Herr Muhler, uns verlässt."

Der Alte und die neuen: Helmut Rechenauer, Heinz Muhler, Herbert Mädler (v.l.)

Muhler hat die ARGE AIDA Berchtesgadener Land von Anfang an geleitet. Und das war kein einfacher Start. "Mit der Sozialhilfe und der Arbeitslosenunterstützung sind zwei Welten, zwei Kulturen aufeinander geprallt", versuchte der Landrat die Schwere der Aufgabe zu erklären. "Mit Ruhe und Bedacht haben sie die beiden Kulturen zu einer Einheit gemacht." Vor allem das Finanzielle schien dem studierten Rechtswissenschaftler zu liegen. "Du warst ein Fuchs, wenn es darum ging, Mittel zu beschaffen", lobte Farrenkopf ihren scheidenden Mitarbeiter. "Wir haben jährlich siebenstellige Summen ins Berchtesgadener Land geholt, obwohl es hier eine niedrige Arbeitslosigkeit gibt."

"Ohne mein Team wäre das alles nicht möglich gewesen", versuchte Heinz Muhler die Lobeshymnen einzubremsen. "Für mich war diese Arbeit das Tüpfelchen auf dem i. Auch wenn es nicht immer Spaß gemacht, sie hat mich immer ausgefüllt."

Jetzt wird sie Helmut Rechenauer ausfüllen. Ab 1. April ist er der Leiter des Jobcenters Berchtesgadener Land. "Ich bin überzeugt, dass es auch ohne mich genauso gut läuft", unterstütze ihn Muhler bereits vorab. Rechenauer wird von Herbert Mädler als Stellvertreter unterstützt.

Christine Zigon

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