Standort-Schließungen: erste Reaktionen

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Bärbel Kofler freut sich über die Sicherung der Gebirgsjäger-Standorte Bad Reichenhall und Bischofswiesen.

Bad Reichenhall - "Die Bundeswehrstandorte im Berchtesgadener Land bleiben im Wesentlichen erhalten", teilt die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler jetzt mit.

"So sehr ich mich darüber freue, so muss ich mit großem Bedauern die Auflösung des Gebirgsfernmeldebataillons 210 in Bischofswiesen zur Kenntnis nehmen. Das Bataillon ist erst seit rund einem Jahr vollständig von Ulm ins Berchtesgadener Land umgezogen und wird nun aufgelöst. Nach der Verlegung bedeutet das innerhalb kurzer Zeit eine erneute Belastung für die Beschäftigten." Rund 300 Dienstposten sollen demnach am dortigen Standort wegfallen. Ebenso bedauere Kofler, die geplante Schließung des Kreiswehrersatzamtes in Traunstein. Hier werden über 40 Dienstposten gestrichen.

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"Die in Bayern von der Schließung betroffenen Kommunen brauchen nun dringend finanzielle Mittel von Bund und Land um den Abzug der Bundeswehr kompensieren zu können. Hier sind Bundes- und Landesregierung gefragt, alles zu tun, um den zivilen Beschäftigten neue Betätigungsmöglichkeiten in der Region außerhalb der Bundeswehr zu eröffnen. Ich erwarte vom Verteidigungsministerium auch mehr als die billigen Aussagen vom Frühjahr, als es hieß, dass betroffene Kommunen ja die Städtebauförderung des Bundes als Finanzhilfen nutzen könnten, um die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen eines Truppenabbaus abzumildern. Eben dies ist ein Programm, das der zuständige Bauminister im kommenden Jahr zum dritten Mal in Folge kürzen wird."

Der Freistaat Bayern sei hier genauso in der Pflicht, mit passenden Programmen auf die Schließungen zu reagieren. Ihr gehe es um die Menschen, die ihren Lebensunterhalt bei der Bundeswehr verdienen, so Kofler. Für sie müsse nach der Schließung eine Perspektive geschaffen werden. Im ländlichen Raum sei dies eine große Herausforderung. "In den Großstädten bietet der Arbeitsmarkt für frei werdende Arbeitskräfte wesentlich mehr Chancen als in unserer Region. Ich hoffe, dass den betroffenen Soldatinnen und Soldaten, sowie den zivilen Beschäftigten schnell geholfen wird."

Pressemitteilung Bärbel Kofler

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