Salzburger wird bei Schneizlreuth schwer verletzt

Am Rabensteinhorn 40 Meter durch Rinne abgestürzt

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Schneizlreuth - Ein schwerer Bergunfall hat sich am Mittag am Rabensteinhorn ereignet. Ein Mann aus Salzburg rutschte aus und stürzte rund 40 Meter durch eine steile, felsige Rinne ab.

Am Montagmittag gegen 12.50 Uhr ist ein 51-jähriger Salzburger am Weg zwischen dem Gipfel des Pflasterbachhörndls und dem Paul-Gruber-Haus in rund 1.160 Metern Höhe ausgerutscht und rund 40 Meter tief durch eine etwa 40 Grad steile, felsdurchsetzte Rinne am Südwesthang des Rabensteinhorns abgestürzt. Sein gleichaltriger Bergkamerad stieg sofort ab, leistete Erste Hilfe und setzte bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab.

Die beiden Salzburger waren am Morgen kurz nach 7 Uhr von Kibling aus auf das Pflasterbachhörndl (Müllnerberg) aufgebrochen und wollten dann über den Rundweg durch die steilen Südhänge des Rabensteinhorns zum Paul-Gruber-Haus und anschließend über den Kugelbachbauern zurück ins Tal; kurz bevor der Weg nach den steilen Hängen in ein Hochtal einmündet, passierte dann der Unfall.

Die Besatzung eines Transporthubschraubers der Bundespolizei war gerade bei einer Übung auf der Reiter Alpe, nahm in Schneizlreuth Einsatzkräfte der Bergwacht auf und setzte sie per Winde an der Unfallstelle ab. Der 51-Jährige hatte sich unter anderem am Kopf, an der Schulter und am Brustkorb verletzt und musste vom Reichenhaller Bergwacht-Notarzt medizinisch versorgt werden. Die Einsatzkräfte lagerten ihn in einen Luftrettungssack um, nahmen ihn zusammen mit dem Notarzt per Winde auf und flogen ihn ins Tal. Er wurde anschließend mit dem Rettungsfahrzeug der Bergwacht zur Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. Die Bergwacht brachte den unverletzten Begleiter zum Paul-Gruber-Haus und von dort aus per Geländewagen zu seinem Fahrrad an der Predigtstuhlbahn-Talstation zurück.

Nahezu gleichzeitig brauchten weitere Menschen in den heimischen Bergen Hilfe, darunter eine internistisch erkrankte Mitarbeiterin mit akuten Kreislaufproblemen am Kärlingerhaus (Funtensee), die mit dem Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ ausgeflogen wurde, ein am Knie verletzter Wanderer am Jenner-Spinnerkaser, den die Bergwacht per Fahrzeug nach Hinterbrand brachte, zwei erschöpfte Bergsteiger am Grat an der Watzmann-Südspitze, die „Christoph 14“ und die Bergwacht Ramsau per Tau ausflogen und ein Wanderer mit Kopfverletzung am Weg oberhalb der Rodelbahn am Königssee, den die Bergwacht versorgte. Bereits am Sonntagabend war die Besatzung des Notarzthubschraubers „Alpin Heli 6“ am Kärlingerhaus im Einsatz, wo eine bewusstlose Person notärztlich versorgt und zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen werden musste.

Ebenfalls schwerer verletzt wurde am Montagmittag gegen 12.40 Uhr eine 52-jährige Frau aus Linz bei einem Mountainbike-Unfall auf einer Forststraße an der Kohlhäuslstraße am Teisenberg bei Anger. Das Teisendorfer Rote Kreuz und die Reichenhaller Notärztin versorgten die Frau und brachten sie dann ins Salzburger Landeskrankenhaus.

Pressemeldung BRK BGL

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