Realistische Übung bei Schneizlreuth

Acht Verletzte bei schwerem Unfall im Wendelberg-Tunnel

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Schneizelreuth/Melleck - Ein schwerer Unfall im Tunnel, viele Verletzte, die noch in den Autos eingeklemmt sind und plötzlich bricht auch noch ein Feuer aus. So sah ein realistisches Übungsszenario der Rettungskräfte aus.

Am Montagabend fand eine realistisch inszenierte Übung von Feuerwehr und Rotem Kreuz in der Mitte des Wendelberg-Tunnels bei Melleck statt – das Nadelöhr durchs Kleine Deutsche Eck: Angenommen wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit vier Fahrzeugen, acht Verletzten, davon drei Eingeklemmte. Neben den Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth, Weißbach und Unken nutzten auch die BRK-Bereitschaften Ainring, Bad Reichenall und Berchtesgaden mit ihren Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) Transport die Möglichkeit, unter schwierigen Voraussetzungen die Versorgung und den Abtransport der Patienten zu üben.

Der Schneizlreuther Kommandant Andreas Rohrbacher koordinierte als Einsatzleiter die technische Hilfeleistung und die Rettungsarbeiten im Tunnel und das unter erhöhtem Zeitdruck, denn angenommen wurde auch, dass plötzlich ein Fahrzeug zu brennen anfängt und alle Einsatzkräfte ohne Atemschutz sofort den Rückzug ins Freie antreten müssen: „In Wirklichkeit ist das sehr belastend, wenn man weiß, dass drinnen noch Verletzte sind und dringend Hilfe brauchen. Uns geht es heute vor allem darum, das Rettungskonzept zu üben und dabei schwerpunktmäßig die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Tunnelwarten und dem Roten Kreuz weiter zu optimieren.“

Gute Koordination kann Leben retten

Während die Feuerwehr an vorderster Front mit hydraulischen Rettungssätzen die drei Eingeklemmten befreit, bringen die Rotkreuzler unter der Regie von Einsatzleiter Christopher Löffelmann die restlichen Verletzten und mit Fahrzeugen bis zur Patientenablage am Nordost-Portal des Tunnels, wo sie weiter behandelt und vom Team der SEG „Information und Kommunikation“ (IuK) registriert werden. Im Einsatzleitfahrzeug klären weitere Helfer bereits geeignete Zielkliniken ab. Dann bricht plötzlich ein Brand aus, dichter Rauch breitet sich aus und alle Rotkreuzler ohne Atemschutz müssen sofort den Rückzug ins Freie antreten. Jetzt pressiert es und trotz der abprubt stressigen Lage gelingt es den Atemschutzgeräteträgern, auch die restlichen Patienten zu befreien und in Sicherheit zu bringen. Bürgermeister Wolfgang Simon bedankte sich abschließend bei allen Mitwirkenden und lud die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu Gulasch und Getränken zum Wirt nach Schneizlreuth ein.

Übung im Wendelberg-Tunnel

Insgesamt nahmen 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Schneizlreuth mit zwei Fahrzeugen, 15 Mann der Feuerwehr Weißbach mit zwei Fahrzeugen, 24 Mann der Feuerwehr Unken mit drei Fahrzeugen und 24 Rotkreuzler mit acht Fahrzeugen an der Übung teil. Kreisbrandmeister Harry Pirker und vier Vertreter der Feuerwehren Traunstein und Surberg waren als Gäste dabei.

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land 

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