Schneizlreuth: Vorwürfe gegen Geschäftsführer erhärten sich

Brandkatastrophe: Ermittlungen abgeschlossen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Schneizlreuth/Traunstein - Der Geschäftsführer der Schneizlreuther Event-Agentur sitzt ohnehin seit Monaten in Untersuchungshaft - nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage.

Endlich Neuigkeiten im Fall der Brandkatastrophe von Schneizlreuth: Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat wegen des Brandes im sogenannten „Pfarrerbauernhof“ in Schneizelreuth Anklage erhoben.

In der Nacht von 22. auf 23. Mai 2015 kam es im Gemeindegebiet von Schneizelreuth zu einem Brand in einem von einer Veranstaltungsagentur auch zur Beherbergung von zahlreichen Gästen genutzten historischen Gebäude. Dabei verstarben sechs Personen, die durch Flammen und Rauch im Schlaf überrascht wurden. Weitere zwanzig Personen wurden verletzt.

Zwischenzeitlich sind die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Traunstein und der Staatsanwaltschaft Traunstein abgeschlossen. Es wurde eine Vielzahl von Zeugen einvernommen. Zur Klärung der Brandursache wurden zwei Sachverständigengutachten erholt. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand besteht weiter der dringende Verdacht, dass die Nutzung des Gebäudes zu Beherbergungszwecken mit Bau- und Brandschutzvorschriften im Widerspruch stand. Gegen den Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur, der sich in Untersuchungshaft befindet, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage zum Landgericht Traunstein erhoben. Ihm wird fahrlässige Tötung in sechs Fällen und fahrlässige Körperverletzung in zwanzig Fällen zur Last gelegt.

xe/Pressemitteilung Staatsanwaltschaft Traunstein

Rubriklistenbild: © BRK BGL

Zurück zur Übersicht: Schneizlreuth

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser