"Komasäufer": Landkreis unter Durchschnitt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Landkreis - Gute Nachrichten: Die Zahlen des statistischen Landesamtes verraten, dass der  Landkreis in Sachen "Komasaufen" unter dem Landesdurchschnitt liegt.

Trinken, bis der Arzt kommt. In den vergangenen Jahren landeten bundesweit immer mehr Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Laut Bundesstatistik kommen jährlich rund 26.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren nach dem Rauschtrinken in eine Klinik. Im Landkreis Berchtesgadener Land gab es im Jahr 2011 nach bisher vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes in Bayern mit 30 Betroffenen (21 Jungen und 9 Mädchen) jedoch einen Rückgang um 36,17 %. „Es zeichnet sich ab, dass die Zahl der Komasäufer bundesweit auf hohem Niveau bleibt. Umso erfreulicher ist der deutliche Rückgang bei den Komasäufern in unserer Region.“, sagt Michael Schneider von der DAK-Gesundheit in Bad Reichenhall „Eine anhaltende Aufklärung über die Gefahren des Rauschtrinkens ist jedoch nach wie vor erforderlich. Gerade wenn man das immer frühere Einstiegsalter beim Alkoholmissbrauch betrachtet.“

Jugendliche bekennen Farbe

Im Kampf gegen das „Komasaufen“ setzt die Krankenkasse DAK-Gesundheit deshalb ihre Kampagne „bunt statt blau“ auch im Landkreis Berchtesgadener Land fort. Unterstützt wird der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml. Alle Schulen im Landkreis Berchtesgadener Land sind bis zum 31. März zur Teilnahme eingeladen. „Unsere Kampagne `bunt statt blau´ ist erfolgreich und anerkannt, weil dort die Jugendlichen selbst beim Thema Alkohol Farbe bekennen. Deshalb setzen wir unseren Wettbewerb jetzt im vierten Jahr fort.“, sagt Schneider.

Botschaften ohne erhobenen Zeigefinger Seit 2010 haben bundesweit 35.500 junge Künstler bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gemalt, davon auch viele Schüler aus dem Berchtesgadener Land. Die Kampagne „bunt statt blau“ wurde inzwischen mehrfach ausgezeichnet und wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Der Wettbewerb zeigt den Schulen ein guten Weg, das Thema Rauschtrinken nicht mit erhobenem Zeigefinger zu vermitteln, sondern auf kreative Weise“, erklärt Michael Schneider. „Jedes Jahr werden mehr Jugendliche erreicht. Es ist beeindruckend, welche Qualität die Plakate der jungen Künstler haben und welche klaren Botschaften sie gegen Alkoholmissbrauch setzen.“ Es sei wichtig, das Thema in möglichst vielen Schulen auf den Stundenplan zu setzen.

Nach dem Einsendeschluss am 31. März werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, und der Band „Luxuslärm“ den Bundesgewinner. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

Bundesdrogenbeauftragte lobt Kampagne

 Der aktuelle Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ erneut als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die Aktion erhielt 2012 den Health Media Award für „hervorragende Gesundheitskommunikation“. Weitere Informationen zum Wettbewerb 2013 gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak-buntstattblau.de. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

Pressemitteilung DAK Gesundheit

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Bad Reichenhall

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser