BRK unterstützt Ungarn mit Hilfsgütern

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Hilfsgüter-Transport für das Ungarische Rote Kreuz

Bad Reichenhall - Bereits zum 86. Mal schickt das Bayerische Rote Kreuz Hilfsgüter nach Ungarn. Damit soll hilfsbedürftigen Menschen am Plattensee geholfen werden.

Die BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall unterstützt seit 21 Jahren das Ungarische Rote Kreuz (URK) im Komitat (Landkreis) Zala westlich vom Plattensee. Währen der vielen Jahre hat sich eine intensive Freundschaft zwischen den Rotkreuzlern aus beiden Ländern entwickelt. Im April 2013 fand der mittlerweile 86. Hilfsgüter- Transport aus dem Berchtesgadener Land in die Region statt, wobei das BRK erneut tatkräftig von Helfern des Deutschen Alpenvereins (DAV) beim Verladen der zum Teil sehr schweren Möbelstücke unterstützt wurde.

Obwohl Ungarn mittlerweile schon neun Jahre zur Europäischen Union gehört, hinkt es noch immer weit hinter dem europäischen Wohlstand hinterher: Nur rund fünf Prozent der Menschen sind finanziell gut abgesichert. Der Rest zählt zu den so genannten Mittel- und Schlechtverdienern. Die Inflationsrate betrug 2012 sechs Prozent und die Mehrwertsteuer hat mittlerweile 27 Prozent erreicht.

30 Prozent der Menschen sind Rentner, 20 Prozent Kinder unter 19 Jahren und sechs Prozent leben mit einer Behinderung, 14 Prozent sind arbeitslos und nur 30 Prozent zählen zu den Erwerbstätigen, wobei davon 14 Prozent lediglich einen Mindestlohn verdienen. „Das Einkommen einer Familie reicht gerade nur so für das tägliche Brot“ bedauert BRK-Altkreisgeschäftsführer Edi Schmid, der im Berchtesgadener Land nach wie vor Hilfsgüter sammelt und sie mit seinem ehrenamtlichen Team einlagert und regelmäßig nach Ungarn bringt. Die Transportkosten werden vom BRK mit Spendengeldern finanziert.

Hilfsgüter-Transport für das URK

Das URK versorgt im Komitat Zala mit rund 300.000 Einwohnern die bedürftige Bevölkerung in über 250 Dörfern und Städten und betreibt vier Obdachlosenheime, in denen täglich etwa 400 Menschen untergebracht und verpflegt werden. In den kalten Wintermonaten werden vom URK weitere 200 so genannte Brückenschläfer ohne festen Wohnsitz täglich durch eine Volksküche versorgt, in der die Betreuten auch warme Getränke und Kleider erhalten. „Die Ungarn haben sich bei ihren Diensten einiges vom BRK abgeschaut“, berichtet Schmid, der seit über 20 Jahren einen regen Erfahrungsaustausch pflegt.

Das URK in Zala unterhält mittlerweile in 75 Orten den Hausnotruf, sammelt jährlich rund 15.000 Blutkonserven, bildet die Bevölkerung in Erster Hilfe aus, unterhält in den meisten Orten einen ambulanten Alten- und Krankenpflegedienst, betreibt Kleiderkammern und betreut Behinderte, Alkoholiker und psychisch Kranke. Neben 160 haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern helfen noch rund 2.000 Ehrenamtliche bei der Versorgung der bedürftigen Bevölkerung mit.

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

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