20. Mozart-Woche Bad Reichenhall vom 8. bis 15. März im Theater Bad Reichenhall

Es ist ein Fest! 20. Mozart-Woche in Bad Reichenhall

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Bad Reichenhall - Die Mozart-Woche ist aus dem Reichenhaller Musikjahr nicht mehr wegzudenken. Bis zum 15. März wird dem Genie der Klassik im Theater Bad Reichenhall wieder Tribut gezollt.

Wem gebührt die "Krone" der klassischen Musik? Frühesten Wegbereitern wie Monteverdi? Dem Übervater Bach? Dem großen Lehrer Haydn? Dem Revolutionär Beethoven? Oder doch dem bis heute unfassbaren Genie eines Wolfgang Amadeus Mozart?

"Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart", wie der Taufname des Salzburgers mit schwäbischen Wurzeln lautet, trägt die Verheißung bereits im Namen: "Chrysostomus" bedeutet "Goldmund", "Theophilus" - oder "Amadeus" "Der von Gott geliebte". Wenngleich Mozarts Leben wahrlich keine Reise von Höhepunkt zu Höhepunkt war, so war er ohne Zweifel musikalisch von Gott gesegnet. Bis heute gibt es wohl keinen Komponisten, der in so unvergleichlicher Weise breite Massen wie strenge Experten nachhaltig und immer wieder aufs Neue begeistert und prägt.

Auch in Bad Reichenhall hat Mozart seine Spuren hinterlassen.

Zwischen 1769 und 1773 führten die Familie ihre Italienreisen immer wieder durch Reichenhall, 1780 machte er sogar mit seiner Schwester einige Wochen Station. Im Karlsteiner Gasthof Kaitl schätzten die Mozarts die berühmte Küche und das von Vater Leopold extra erwähnte Bier und entspannten sich "in der wohltuenden Sole-Luft" des ausgedehnten Gradierwerks im Kurgarten. Als kulturelles Zentrum genoss das Augustiner Chorherrenstift St. Zeno vor allem auch musikalische Bedeutung, was die Familie zu mehrfachen Besuchen anregte. So erwähnen Vater und Sohn etwa das Erlebnis einer "Passionsopera" am Karfreitag des Jahres 1771 in St. Zeno, das für Chorgesang und Orgelspiel überregionale Anerkennung besaß. Kein Wunder also, dass die Verbindung mit Bad Reichenhall weit über die reine Nachbarschaft zu Salzburg hinausging.

Was lag da näher, als die alten Bande auf neue Füße zu stellen! Der damalige Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins, Dr. Herbert Pfisterer, in der glücklichen Lage, in "seiner" Kurstadt ein ganzjährig spielendes Orchester beheimatet zu wissen, trat 1995 an dieses mit der Idee heran, die Verbundenheit mit Mozart in eine neues Licht zu rücken - die erste Mozart-Woche war geboren.

Seit dieser Zeit ist sie aus dem Reichenhaller Musikjahr nicht mehr wegzudenken. "Für eine Mozart-Woche braucht es keine musikalische Begründung", so Christoph Adt, Professor und Künstlerischer Leiter wie Chefdirigent der Bad Reichenhaller Philharmonie. "Es genügt das Zitat von Isaiah Berlin: Wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach - füreinander spielen sie Mozart."

Die Faszination Wolfgang Amadeus Mozarts und damit der Reichenhaller Mozart-Woche liegt in der unerschöpflichen Vielfalt der Melodien, der spannenden Bandbreite zwischen tiefem Ernst und jubilierender Freude, der Brillanz ausufernder Kompositionslust, dem feinen Empfinden für Stimmen und Instrumente, einer unbändigen Lust zu Witz und dem "Spielen" mit Klangfarben und der enormen Bandbreite musikalischer Formate.

Mozart lebt, das beweist nicht nur seine ungebrochene Präsenz in den Konzertsälen und Kirchen, sondern die Verwendung seiner musikalischen Themen von Filmmusik (2. Satz, Klarinettenkonzert in "Jenseits von Afrika“) bis zu Klingeltönen (Beginn der 40. Sinfonie) - um nur zwei besonders berühmte Beispiele zu nennen.

Mozart lebt - gerade auch in Bad Reichenhall.

Mozarts Strahlkraft und Lebensfreude, Tiefgang und bewegende Emotionalität sind das musikalische Abbild menschlichen Lebens. Im Mittelpunkt der 20. Bad Reichenhaller Mozart-Woche steht somit folgerichtig die Auseinandersetzung mit Mozarts wohl wichtigstem Wiener Antipoden, dem kaiserlichen Hofkapellmeister Antionio Salieri.

Salieri, dem nach heutigem Wissen zu Unrecht "Mozart-Hass" unterstellt wird, "begegnete ihm eher kollegial als feindselig", wie Zeitzeugen berichten, und steht damit pars pro toto für Höhepunkte und Schwierigkeiten in Mozarts Leben. Tatsächlich "bezeugt sein Gesamtwerk sein herausragendes Talent und seine Liebenswürdigkeit", so eine zeitgenössische Würdigung. Die Mozart-Woche zeigt und beweist, wie sich die beiden Protagonisten der Wiener Klassik gegenseitig beleben, aneinander reiben und doch demselben Ideal verpflichtet wissen. So feiert Bad Reichenhall in einem vielseitigen, spannenden und herausfordernden Konzertzyklus nicht nur den unvergleichlichen Genius aus der Nachbarstadt, sondern verdeutlicht immer wieder aufs Neue die belebende und wohltuende Wirkung seiner Musik, ja der klassischen Musik schlechthin. Ganz nach dem Motto der Bad Reichenhaller Philharmonie: Musik.Leben.

Bad Reichenhaller Mozart-Woche

8. bis 15. März 2015

Theater Bad Reichenhall

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