Missbrauch hinter Kirchenmauern - Hintergründe und Perspektiven

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Bad Reichenhall - Die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche scheinen kein Ende zu nehmen. Seit dem Bekanntwerden sexueller Übergriffe auf Schüler einer Berliner Jesuitenschule melden sich nun immer mehr Opfer zu Wort.

Die Vorwürfe richten sich inzwischen gegen bundesweit zahlreiche kirchliche Internate und Einrichtungen. Als Konsequenz der Missbrauchsfälle wurden in Ettal bereits mehrere Benediktiner suspendiert. Der verursachte Schmerz bei den Betroffenen und der Ansehensverlust für die Kirche sind katastrophal, so der Tenor in den Medien und vor allem in den Pfarrgemeinden.

Angesichts der jüngst öffentlich gewordenen Missbrauchsfälle hat der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, die Kirche zu Umkehr, geistlicher Erneuerung und Aufklärung der Vorfälle aufgerufen. „Mit Bestürzung und Scham müssen wir feststellen, dass in der Mitte der Kirche, in der Gemeinschaft der Gläubigen, vieles geschehen ist, was wir mit Schrecken wahrnehmen“, sagte Marx.

Das katholische Bildungswerk Berchtesgadener Land möchte die aktuellen Ereignisse zum Anlass nehmen, um sachlich über „Missbrauch hinter Kirchenmauern“ ins Gespräch zu kommen. Dabei werden sowohl die Ursachen (Zusammenhang von Missbrauch und Religiosität), als auch mögliche Konsequenzen bzw. Perspektiven in den Blick genommen. Desweiteren besteht an diesem Abend die Möglichkeit zur Diskussion bzw. zu einem Gespräch mit den Referenten. Als Referenten werden am Donnerstag um 19 Uhr im Pfarrheim St. Zeno in Bad Reichenhall Frau Dr. Barbara Haslbeck (Uni Passau) und Markus Moderegger (Direktor des kath. Studienseminars in Traunstein) anwesend sein.

Pressemitteilung Katholisches Bildungswerk Berchtesgadener Land

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Rubriklistenbild: © dpa

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