Vermehrter Wildwechsel im Herbst

Experte klärt auf: Was tun beim Wildunfall?

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Landkreis - Es ist wohl der Alptraum eines jeden Autofahrers: Aus der Dunkelheit springt ein Reh auf die Straße. Wie soll man da am besten reagieren? Ein Versicherungs-Experte gibt Antworten:

Die Nächte werden dunkler, Nebel zieht über die Felder. Nächtliche Autofahrten können da schon mal gefährlich werden, wenn aus dem nichts ein Tier auftaucht. Doch was tun wenn plötzlich ein Reh vors Auto springt? Diese Frage stellte Emil N. aus Berchtesgaden dem Kfz-Experten der ERGO Versicherung, Franz Mauelshagen.

Dem Experten zufolge empfehle es sich in Waldgebieten besonders vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Besondere Vorsicht gelte in der Morgen- und Abenddämmerung, denn dann finde erhöhter Wildwechsel statt.

Fernlicht aus und hupen

Doch was tun, wenn dann doch mal ein Reh auf der Straße steht? Hier rät Mauelshagen, sofort das Fernlicht auszuschalten, kontrolliert abzubremsen und zu hupen, um das Tier zu verscheuchen. "Weichen Sie nicht auf die Gegenfahrbahn aus! Denn damit riskieren Sie einen schlimmeren Unfall", so der Experte der ERGO weiter.

Wen ein Zusammenstoß unausweichlich ist, solle man versuchen, die Spur zu halten. Nach dem Wildunfall sei es dann unbedingt erforderlich, sofort die Polizei gerufen werden. Dies gelte auch, wenn man das Tier nur angefahren habe und es wieder im Wald verschwunden sei. "Für Ihre Versicherung benötigen Sie eine sogenannte "Wildschadensbescheinigung". Diese stellt der zuständige Jagdpächter oder Förster aus, den die Polizei kontaktiert", erklärt Frank Mauelshagen.

Und einen letzten Tipp hat der Experte auch noch parat: Man solle den Unfall genau protokollieren und bestmöglich Fotos von den Wildspuren am Auto machen.

Mit diesen Infos im Gepäck wünschen wir allzeit gute Fahrt!

sse/ Pressemitteilung ERGO Versicherungsgruppe

Rubriklistenbild: © pa

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