Landkreis hält an Nachtschwärmer fest

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Berchtesgadener Land - Obwohl die Nachfrage nach den Nachtschwärmerbussen im vergangenen Jahr zurückgegangen ist, wird intensiv an Veränderungen gearbeitet.

14.170 Nachtschwärmer-Tickets wurden im Jahr 2010 in den drei Nachtschwärmerlinien des Landkreises abgesetzt. Dies entspricht einem Nachfragerückgang um 17,7 % gegenüber dem Vorjahreswert von 17.223 Fahrscheinen.

Eine Aufwärtsentwicklung war jedoch bei den nächtlichen Anruf-Sammel-Taxi-Fahrten in die Gemeinden Marktschellenberg und Ramsau festzustellen. Insgesamt gab es hier mit 712 Fahrgästen eine enorme Steigerung um 34,6 % gegenüber 529 Fahrgästen im Jahr 2009.

Den mit Abstand besten Zuspruch erfuhr die Nachtschwärmerlinie 811 Freilassing - Bad Reichenhall – Berchtesgaden – Königssee mit einem Umsatzanteil von 67 %. Vergleichsweise wenig Betrieb herrschte in den Nachtschwärmerlinien 812 Bad Reichenhall – Oberteisendorf (Anteil 19 %) und 813 Freilassing – Laufen – Kirchanschöring (Anteil 14 %).

Alle drei Linien unterlagen im Vorjahr deutlichen monatlichen Nachfrageschwankungen:

  • Linie 811: Maximum 1.203 Fahrgäste im März, Minimum 411 Fahrgäste im August
  • Linie 812: Maximum 326 Fahrgäste im Oktober, Minimum 118 Fahrgäste im Dezember
  • Linie 813: Maximum 356 Fahrgäste im Januar, Minimum 95 Fahrgäste im April und August

Die Fahrgastzahlen bei den nächtlichen Anruf-Sammel-Taxi-Fahrten in den Gemeinden Marktschellenberg und Ramsau bewegten sich im Jahr 2010 insgesamt zwischen 41 im September und 74 im Januar.

Seit Einführung der Jugendcard Berchtesgadener Land im November 2010 können Nachtschwärmer gegen Vorzeigen der Jugendcard eine ermäßigte Zehnerfahrkarte für den Nachtschwärmerbus erwerben. „Mit dem Kauf von vier Zehnerfahrkarten für den Nachtschwärmerbus hat man bereits die zwölf Euro zur Ausstellung der Jugendcard wieder eingespart“, bewirbt Jugendpfleger Klemens Mayer die Jugendcard.

Im nächsten Jahr wird der Landkreis eine neue Finanzierungsvereinbarung mit den beiden Betreibern der Nachtschwärmerlinien (Verkehrsunternehmen Hogger und RVO) abschließen. Dazu Landrat Georg Grabner: „Im Rahmen dieser neuen Vereinbarung soll der Fahrplan der Nachtschwärmerlinien vorrangig am Bahnhof Freilassing noch besser auf den Schienenverkehr München-Salzburg abgestimmt werden. Ich appelliere an die Nachtschwärmer, öfter mal das Auto stehen zu lassen. Die Nachtschwärmerbusse bieten nach wie vor eine sehr preiswerte und sichere Mobilität in geselliger Runde.“

Die aktuellen Fahrpläne für die Nachtschwärmerlinien und nächtlichen Anruf-Sammel-Taxi-Verkehre können auf der Jugendcard - Internetseite (www.jugendcard.de) bei den Stichworten „Meine Region“ und „Mobilität“ abgerufen werden. „Derzeit wird ein Konzept für die Verbesserung der mobilen Fahrplanabfrage erarbeitet, damit sich die Nachtschwärmer auch unterwegs noch einfacher über die nächste Fahrtmöglichkeit erkundigen können“, kündigt Verkehrsmanager Johann Wick an.

Pressemitteilung LRA BGL

Rubriklistenbild: © pa

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