Diskussion zwischen Elternbeirat und Gemeinde

"Ich vermisse das Herzblut bei unserem Bürgermeister"

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Landkreis Berchtesgadener Land - Seit Wochen wird um den Fortbestand der Mittelschule in Berchtesgaden diskutiert, gestern trafen sich Elternbeirat und Bürgermeister Franz Rasp zum Gespräch.

"Ihr habt viele berechtigte Fragen", so startete Franz Rasp in die Diskussion mit dem Elternbeirat. Zum Einstieg findet der 1. Bürgermeister und Vorsitzende des Mittelschulverbandes zunächst ein paar einleitende Worte zur aktuellen Situation. "An der Mittelschule Berchtesgaden herrscht großer Sanierungsbedarf. Der Mittelschulverband hat sich ganz genau an beiden Standorten über den jeweiligen Status informiert und ist zu der Entscheidung gekommen, dass es zukünftig im Talkessel nur noch einen Standort geben wird. Zur besseren Entscheidungsfindung hatten auch sämtliche Gemeinderäte in den letzten Tagen die Gelegenheit, sich beide Gebäude ausgiebig anzuschauen."

Diese Fragen versuchte Franz Rasp dem Elternbeirat zu beantworten

Nach der Einleitung bemühten sich zunächst die beiden Elternratsvorsitzenden Melanie Geisler und Hans-Peter Schertler die wohl wichtigsten Fragen von Franz Rasp beantwortet zu bekommen.

Mittelschulstandort Berchtesgaden oder Bischofswiesen?

Wir haben Bischofswiesen als Gemeinde ins Boot geholt, obwohl sie nicht im Mittelschulverbund sind und ein Planungsbüro beauftragt, dass alle Vor- und Nachteile erarbeitet hat. Parallel hat uns die Bischofswiesener Gemeinde ein Mietangebot für die Mittelschule in ihrem Gebäude gemacht. 

Welche Unterschiede gibt es an den Standorten?

Prinzipiell sind an der Bacheifeldschule die Räume größer, dafür wird in Bischofswiesen grade eine Mensa gebaut, was in Berchtesgaden nicht vorgesehen ist. Berücksichtigt man die Verwendung der Steuermittel, dann darf man nicht vergessen, dass das Gebäude in Bischofswiesen erst kürzlich energetisch saniert worden ist.

Thema Schülerbeförderung - wie kommen die Schüler zur Schule?

Durch den Verbund der beiden Schulen werden jetzt auch schon Kinder bei manchen Praxiskursen hin- und hergefahren. Gibt es nur noch einen Standort, dann müssen die Kinder per Bahn oder Bus zu dem übrigbleibenden Standort pendeln. Aber da das Bussystem sowieso bereits auch auf die Schneewinklschule ausgerichtet ist, wird sich an dem Fahrplan kaum etwas ändern. Evtl. muss ein Teil der Kinder einmal mehr umsteigen, aber die Dauer wird mehr oder weniger gleichbleiben und wesentlich früher aufsteigen muss auch kein Kind.

Leidet die Qualität der Ausbildung bei einem Zusammenschluss?

Ein ganz klares "Nein". Die Lehrer von der Schule die schließt, wechseln an den neuen Standort. 

Was passiert mit den Sportstätten?

Bleibt die Mittelschule in Berchtesgaden, dann muss eine neue Dreifach-Turnhalle her. Wird Bischofswiesen der neue Standort brauchen wir uns darum nicht kümmern, denn dort wurden die Turnhallen erst kürzlich saniert. 

Was geschieht mit dem Gebäude dass bei einer Zusammenlegung leerbleibt?

Bei dem Schulgebäude in Bischofswiesen wäre eine schulfremde Nachnutzung schwierig, da es sich hier um einen Vierkantbau handelt und der Mittelschulbereich nicht einfach abgetrennt werden kann. Bei der Bacheifeldschule könnte man sowohl Grundstück wie auch Gebäude einfacher voneinander separieren. Grundsätzlich ist eine Wohnnutzung für bis zu vierzig Wohnungen möglich. 

Bis zum Umzug sind es noch circa 5 Jahre, falls es Bischofswiesen wird, wird dann in Berchtesgaden nicht mehr weitersaniert zu Ungunsten der Umgebung der Kinder?

Reparaturen und Sanierungen, bzw. die sogenannte Bestandssanierung, die für den laufenden Betrieb wichtig ist, sollen weiter durchgeführt werden. Bei notwendigen Erweiterungen tut sich Bischofswiesen leichter, da hier an das bestehende Gebäude einfach angebaut werden kann.

Was bedeutet ein Wegzug der Mittelschule für Berchtesgaden?

Nach den Antworten ist vor den Fragen und so mischte sich als Erstes Michael Koller von den Freien Wählern in die Diskussion ein und stellte eine der wohl wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang:"Was bedeutet es für Berchtesgaden, wenn die Mittelschule nicht mehr da ist? Wir haben hier ein Bildungszentrum mit einer guten Verkehrsanbindung, Sportstätten, einer Mensa im Gymnasium, etc." Und auch Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob kritisierte den Plan deutlich. Welche Antworten Bürgermeister Franz Rasp auf all diese Fragen hatte und auf die Kritik, dass Michael Koller "das Herzblut beim Bürgermeister vermisst, im Kampf um den Erhalt der Mittelschule in Berchtesgaden", lesen Sie demnächst auf BGLand24.de

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