Bei Freilassing und Piding

Schleuser bei Grenzkontrollen geschnappt

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Am Dienstag hat die Bundespolizei in Rosenheim und Freilassing insgesamt rund 2.100 Migranten in Gewahrsam genommen. Ein Teil der unerlaubt Eingereisten wurde vorübergehend in einer Sporthalle der Rosenheimer Bundespolizei untergebracht.

Landkreis - Gleich mehrere Schleuser sind den Beamten am Dienstag ins Netz gegangen. Auch ansonsten war an den Grenzen viel los:

Nach wie vor stellt die Bundespolizei im Rahmen der Grenzkontrollen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet zahlreiche Schleusungen fest. Erst am Dienstag haben die Beamten an der Kontrollstelle auf der A 8 zwei mutmaßliche Schleuser verhaftet. Ein Tunesier und ein Marokkaner wollten offenbar mehrere Landsleute illegal in die Bundesrepublik bringen.

Sechs Personen und fünf Sitze

Am Dienstagnachmittag stoppten die Bundespolizisten an der Grenzkontrollstelle bei Piding einen Auto mit französischen Kennzeichen. Am Steuer saß ein tunesischer Staatsangehöriger, der sich mit seinem Pass und einer Aufenthaltsgenehmigung für Frankreich ordnungsgemäß ausweisen konnte.

Dennoch hatten die Beamten schon beim Blick in den Wagen den Eindruck, dass etwas nicht in Ordnung war. Immerhin befanden sich insgesamt sechs Personen in dem Fahrzeug, das lediglich über fünf Sitzplätze verfügt. Keiner der fünf Mitfahrer konnte sich ausweisen.

Wie sich herausstellte, stammen die Männer im Alter von 22 bis 27 Jahren aus Tunesien. Der Fahrer gab an, dass ihn die Leute zur Mitnahme gezwungen hätten, verstrickte sich aber im Verlauf der weiteren Ermittlungen in Widersprüche. Auf richterliche Anordnung hin wurde der 25-Jährige in Untersuchungshaft genommen.

Zwei Marokkaner im Wagen

Dienstagnacht nahm die Bundespolizei an derselben Kontrollstelle einen Marokkaner fest. Dem 37-Jährigen, der in Belgien lebt, wird ebenfalls vorgeworfen, sein Auto zu Schleusungszwecken benutzt zu haben. Er beförderte zwei aus Marokko stammende Männer nach Deutschland. Keiner von beiden hatte die erforderlichen Papiere für die Einreise dabei.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Fahrer die Reise ohne seine Begleiter fortsetzen. Der Forderung der Staatsanwaltschaft entsprechend musste er als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren 800 Euro hinterlegen.

Schwede wurde festgenommen

Auch an der Saalbrücke bei Freilassing stoppten die Bundespolizisten ein "Schleuserfahrzeug". Dort wurde am Wochenende ein Schwede festgenommen, der mit seinem Wagen offenbar sechs Syrer eingeschleust hat. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

2100 Migranten am Dienstag

Bislang wurden im November im Zuständigkeitsgebiet der Freilassinger und Rosenheimer Bundespolizei zwei bis drei mutmaßliche Schleuser pro Tag festgestellt. Im selben Bereich hat die Bundespolizei alleine am Dienstag insgesamt etwa 2100 Migranten in Gewahrsam genommen und der anschließenden Registrierung zugeführt.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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