Forstminister Brunners Konzept „Forstliche Genressourcen“

Erster "Generhaltungswald" Bayerns im Berchtesgadener Land

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Landkreis Berchtesgadener Land - Mit einem Netz an „Generhaltungsbeständen“ will Forstminister Brunner die genetische Vielfalt in Bayerns Wäldern sichern. Im Landkreis gibt es nun den ersten „Generhaltungswald“.

Den Anfang machte der Minister am Montag im Berchtesgadener Land, wo er einen Tannenbestand als ersten Generhaltungswald Bayerns auswies. „Wir wollen die Erbanlagen der Waldbäume in ihrer ganzen Bandbreite für nachfolgende Generationen erhalten“, sagte der Minister.

Erhalt der genetischen Vielfalt in unseren Wäldern

Eine möglichst große genetische Vielfalt sei in Zeiten des Klimawandels von zentraler Bedeutung für den Fortbestand der Wälder. Denn die Genmerkmale der Bäume haben laut Brunner nicht nur entscheidenden Einfluss auf Wuchsverhalten und Widerstandskraft, sondern auch auf die Anpassungsfähigkeit an Umweltbedingungen.

Die Generhaltungswälder müssen deshalb dem Minister zufolge besonderen Anforderungen gerecht werden: Sie müssen unter anderem vital, stabil, optimal an die örtlichen Klima- und Bodenverhältnisse angepasst und naturnah bewirtschaftet sein. Die Waldbestände stehen fortan unter Dauerbeobachtung durch die Experten am Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP) in Teisendorf und liefern unter anderem Samen für die Nachzucht neuer Wälder.

Generhaltungswald als Teil der Strategie

Die künftigen Generhaltungsbestände sind einer von mehreren Bausteinen im „Konzept zum Erhalt und zur nachhaltigen Nutzung forstlicher Genressourcen“, das das ASP auf Initiative Brunners erarbeitet hat. Zudem wurden Langzeitbeobachtungsflächen eingerichtet, um frühzeitig Veränderungen in der genetischen Zusammensetzung zwischen Alt- und Jungbäumen zu erkennen – laut Brunner ein „Frühwarnsystem“ für Ökosystemveränderungen.

Darüber hinaus sorgen landesweit mehr als 3 200 ausgewählte Waldbestände für dauerhaften Nachschub an hochwertigem Saatgut. Zudem wird am ASP geeignetes Saatgut in einer Genbank für die Zukunft konserviert. Dem Minister zufolge ist das Konzept ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in den bayerischen Wäldern. Weitere Informationen sowie das Konzept gibt es unter www.asp.bayern.de.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

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