Illegale Tiertransporte im BGL

Landkreis muss bis zu 215.000 Euro aufbringen

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Landkreis Berchtesgadener Land - Vergangene Woche wurden gleich mehrere illegale Tiertransporte gestoppt und gut 215 Welpen gerettet. Doch wer kommt für die Kosten der Unterbringung und Versorgung der Tiere auf?

Ende letzter Woche wurden bei Grenzkontrollen gleich zwei illegale Tiertransporte gestoppt. Insgesamt stellten die Bundespolizisten 217 für den Transport viel zu junge Welpen sicher. Die Tiere waren in winzige Käfige gepfercht und von der langen Reise völlig geschwächt und sehr verängstigt. Für die Pflege der aufgegriffenen Welpen fanden sich Tierheime in ganz Bayern. Doch wer bezahlt für die Unterbringung der geretteten Tiere?

Bis zu 215.000 Euro

Wie das Landratsamt Berchtesgadener Land BGLand24.de auf Nachfrage bestätigte, sind die Kosten generell vom Landkreis, in dem die Tiere aufgegriffen worden sind, zu übernehmen. Doch wegen der Dimensionen sei dies für das Berchtesgadener Land nicht tragbar. Andreas Bratzdurm, Pressesprecher des Landkreises, schätzt die die Kosten pro Tier, je nach Dauer der Unterbringung, auf zwischen 500 und 1.000 Euro. Das wären bis zu 215.000 Euro allein für die geretteten Tiere von letzter Woche.

Zuständigkeiten müssen überdacht werden

Für Bratzdurm ist klar: Der Landkreis und die Kommunen befinden sich in einer Sondersituation. Dem Landkreis ist jedoch bewusst: "Das kann jeder Zeit wieder passieren!" Und so wünscht man sich im Landratsamt eine grundsätzliche Änderung der Zuständigkeiten. Im aktuellen Fall werde man sich für eine Entlastung zunächst an den Freistaat Bayern wenden.

ln

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