Im Berchtesgadener Land

Parkplatz-Mangel: KFG fürchtet Übergriffe auf Fahrerinnen

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Kraftfahrergewerkschaft von rechts nach links Bundesvorsitzender Schnieders und sein Stellvertreter Franz Xaver Winklhofer.

Berchtesgadener Land - Willy Schnieders, Bundesvorsitzender der Kraftfahrergewerkschaft fordert, mehr Park- und Ruheplätze sowie höhere Spesen für die Berufstätigen im Transportgewerbe.

Seinen Urlaub Anfang Januar im Berchtesgadener Land hat der Bundesvorsitzende der Kraftfahrergewerkschaft (KFG) Willy Schnieders aus Emstek in Niedersachsen genutzt, um mit seinem Stellvertreter und Pressesprecher Franz Xaver Winklhofer und dem Bundesvorstandsmitglied Tuncay (Charly) Öztunc aus Piding, die Situation der Berufskraftfahrer/innen im Berchtesgadener Land und dem ganzen südostbayerischen Bereich zu durchleuchten. Besonders die fehlenden Parkplätze und die völlig unzureichenden Spesen für die Chauffeure in den Speditionen, wurden bei den Gesprächen kritisiert.

Franz Xaver Winklhofer informierte dabei den Bundesvorsitzenden darüber, auf der Autobahn München –Salzburg zwischen dem Grenzübergang Walserberg und der Rosenheim noch immer mehr Parkplätze geschlossen als gebaut werden. Auch an der Bundesstraße 304 Freilassing-München und auch an der B 20 Berchtesgaden-Passau werden immer mehr Parkplätze rückgebaut. Es wird für die Fahrer immer schwieriger für die Berufskraftfahrer ihre gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit von zusammenhängend 11 Stunden täglich einzuliegen. Sowohl Willy Schnieders, als auch Tuncay Öztunc und Franz Xaver Winklhofer ist es daher unverzichtbar, dass beim dreispurigen Ausbau der A8 auch mehr Park- und Ruheplätze für die LKW-Fahrer eingeplant werden.

Die Verkehrsplaner müssen dabei berücksichtigen, dass immer mehr Frauen den Beruf des Kraftfahrers im Transportgewerbe ergreifen. Sollten diese weiblichen Beschäftigten nicht rechtzeitig einen Parkplatz der wenigen Raststätten zwischen Bad Reichenhall und Rosenheim erreichen, müsse sie auf Plätze fernab jeder Infrastruktur oder gar im Wald ausweichen. Neben der fehlenden Waschgelegenheit ist die Gefahr sehr hoch, dass die Fahrerinnen sexuell belästigt oder gar vergewaltigt werden. Das können wir von der KFG weder akzeptieren noch tolerieren, so der stellvertretende Bundesvorsitzende Franz Xaver Winklhofer aus Freilassing.

Dem Bundesvorsitzenden der Kraftfahrergewerkschaft (KFG) Willy Schnieders sind besonders die geringen Spesen für die Berufskraftfahrer/innen ein Dorn im Auge. Während in den Raststätten und Rasthöfen an den Autobahnen und Fernstraße die Preise ständig steigen, bleiben die Spesensätze am unteren Label. Kein Chauffeur ist mit den derzeitigen Spesen in der Lage in einer Raststätte zu Duschen und zu erschwinglichen Preisen zu Essen. Schieders weiter, was hilft es dem Fahrer, wenn ihn sein Chef für seine zuverlässige Arbeit mit einer deutlichen Lohnerhöhung belohnt, wenn unter dem Strich nichts übrig bleibt? Und dies weil das Finanzamt, die Sozialversicherungen und die weiteren Abgaben ihren Anteil einfordern. Es wird Zeit, dass der Bundesfinanzämter die möglichen Reisekosten und Tagesspesen spürbar erhöht, so der Bundesvorsitzende der KFG.

Bei dem Gespräch im Klosterwirt Höglwörth in Anger konnte das Bundesvorstandsmitglied Tuncay (Charly) Öztunc versichern, dass er weiter an den monatlichen Stammtischen der Verkehrspolizei am Shellrasthof Walserberg an der Autobahn in Fahrtrichtung München teilnimmt, die jeden Ersten Mittwoch um 19 Uhr stattfinden. Franz Xaver Winklhofer wird die KFG weiter als gewähltes Mitglied im Bundesvorstand des Christlichen Gewerkschaftsbunds Deutschland vertreten und für die Pressearbeit zuständig verantwortlich sein. Weiter wird Winklhofer im ersten Halbjahr verstärkt im Südostbayerischen Raum die Fahrer/innen über ihre Rechte und Pflichten aufklären. Zum Abschluss seines Besuches in Höglwörth konnte der Bundesvorsitzende der Kraftfahrergewerkschaft (KFG) erfreut feststellen, dass er mit seinen Vertretern aus Bayern und dem Berchtesgadener Land zufrieden sein kann und die Arbeit für die Belange und Anliegen der Berufskraftfahrer bei Winklhofer und Öztunc in guten Händen sind.

Pressemitteilung Kraftfahrergewerkschaft

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