Mehr Grippekranke im Berchtesgadener Land

Negativ-Trend: Zahl der Grippefälle gestiegen

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Berchtesgadener Land - Die IKK classic hat die neuesten Zahlen aus der Gesundheitsdatenbank des Robert Koch-Instituts ausgewertet, die Ergebnisse für den Landkreis sind erschreckend.

Die letzte Grippesaison fiel im Landkreis Berchtesgadener Land im Vergleich zur Vorsaison schwerer aus. Laut aktuellsten Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden von Oktober 2015 bis Mitte Mai 2016 insgesamt 29 Influenza-Infektionen für den Landkreis gemeldet, 2014/2015 gab es im gleichen Zeitraum nur acht registrierte Fälle.

Bayernweit sinken die Infektionszahlen

Bayernweit wurden 7.060 Fälle gemeldet (Saison 2014/2015:17.186 Infektionen). „Im Vergleich zur vorherigen Grippesaison, in der die Grippewelle überdurchschnittlich stark war, ist die Anzahl von Erkrankungen im Landkreis nochmals angestiegen“, sagt Markus Neumeier von der Krankenkasse IKK classic. „Die tatsächliche Zahl der Infektionen ist wahrscheinlich höher. Nicht jeder, der an Grippe erkrankt, geht zum Arzt und wird auf das Virus getestet“.

Impfung für Risikopatienten empfohlen

Die Weltgesundheitsorganisation hat bereits die Zusammensetzung der Influenzaimpfstoffe für den kommenden Winter festgelegt. Eine Impfung wird insbesondere Risikopatienten empfohlen. Dazu zählen Menschen über 60 Jahren, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle Risikogruppen. „Obwohl vor jedem Winter auf die Grippeschutzimpfung hingewiesen wird, liegt die Impfquote hinter den Erwartungen zurück“, so Neumeier.

Stichwort Grippe

Die Grippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege, die ernsthafte, mitunter lebensbedrohliche Folgen haben kann. Ausgelöst wird die stark ansteckende Krankheit durch Viren. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen winzige, virushaltige Tröpfchen von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Die Erreger haften auch an Händen und Gegenständen, die von Infizierten angefasst wurden. Über den Kontakt mit Schleimhäuten in Mund und Nase können sie dann in den Körper eindringen und krank machen. Die Gefahr, an einer Grippe zu erkranken, ist in der nasskalten Jahreszeit am größten, wenn die Abwehrkraft der Schleimhaut in den Atemwegen durch Kälte und trockene Heizungsluft geschwächt ist. Die meisten Fälle treten deshalb zwischen Dezember und Mitte April auf.

Während der Grippesaison sollte man auf konsequente Handhygiene achten und mehrmals täglich seine Hände gründlich mit Seife und heißem Wasser waschen. Eine Antibiotika-Behandlung ist im Krankheitsfall unnütz, weil der Grippe-Erreger ein Virus und kein Bakterium ist.

Pressemeldung der IKK classic

Rubriklistenbild: © Ralf Hirschberger

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