Feuerwehr zufrieden mit neuer Digitalfunk-Technik

Schnelle und unkomplizierte Kommunikation über Funk

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Berchtesgadener Land - Seit 4. Oktober können sich die Feuerwehren im Landkreis nach zwei Jahren Entwicklungszeit mit Digitalfunk verständigen. Bei ersten Einsätzen gab es bereits positive Rückmeldungen der Wehren über die neue Technik. 

Lange Zeit lies der Digitalfunk für die Feuerwehr auf sich warten. Zuletzt wurden knapp zwei Jahre lang in Arbeitsgruppen die Grundsteine für die erfolgreiche Einführung in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein gelegt. Am4. Oktober ging der Digitalfunk der Feuerwehren dann endlich in Betrieb. 

In den ersten Tagen waren es im Landkreis Berchtesgadener Land meist kleinere Feuerwehreinsätze bei denen die neue Funktechnik zur Anwendung kam. Beim Fliegerbombenfund in Freilassing bestand der Digitalfunk am Samstag, 8. Oktober, seine erste große Bewährungsprobe.

Bereits im Rahmen der Einsatzvorplanung am Freitagabend wurden die vier benötigten Funkgruppen für die Feuerwehr zusammen mit der Integrierten Leitstelle Traunstein festgelegt. Dies war notwendig, um mit der kommunikationsintensiven Evakuierungsaktion die eigentliche Feuerwehr-Funkgruppe nicht zu überlasten. Immerhin waren für denEinsatz in Freilassing 20 Feuerwehrfahrzeuge mit insgesamt 140 Einsatzkräften vorgesehen.

Neuer Digitalfunk ermöglicht ungehinderte Kommunikation 

Neben einer Führungsgruppe wurden die beiden Einsatzabschnitte zur Evakuierung der Bevölkerung und der Einsatzabschnitt zur Sperrung des Gefahrenbereichs mit jeweils einerDigitalfunk-Sondergruppe ausgestattet. 

Diese Aufteilung ermöglichte eine ungehinderte Kommunikation zwischen der Einsatzleitung und den Einsatzabschnitten. Die eingesetzten Feuerwehrkräfte sind ebenfalls in der Lage, schnell und unkompliziert über Funk miteinander zu sprechen und sich gegenseitig abzustimmen. 

Aufgrund der Weitläufigkeit des Evakuierungsgebietes wäre mit der alten, analogen Funktechnik eine sinnvolle Aufteilung der Funkkanäle nicht möglich gewesen.Im Digitalfunk ist es nun möglich, die Führungsstruktur des Feuerwehreinsatzes optimal mit Funkgesprächsgruppen zu unterstützen.

Durch die Abwicklung des „Feuerwehreinsatzes Bombenfund“ auf den Sondergruppen war die eigentliche Feuerwehr-Funkgruppe im Berchtesgadener Land frei. Dies stellte sich besonders bei drei parallel durchgeführten Einsätzen im Landkreis als sehr hilfreich dar. Unter anderem stand somit der Feuerwehr Teisendorf für einen schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn A8 die vorgesehene Funkgruppe zur Verfügung.

Kreisbrandmeister Michael Brandl war selbst in den Einsatz in Freilassing eingebunden. Besonders positiv bewertet er die Sprach- und Netzqualität im Digitalfunk. „Auch die Ausbildung unserer Feuerwehrkräfte wurde in den letzten Monaten sehr professionell durchgeführt. Die Schaltung der Funkgruppen und die Handhabung der neuen Geräte funktionierte beim Einsatz in Freilassing hervorragend.“ betonte Brandl.

Kreisfeuerwehrverband Landkreis Berchtesgadener Land/KBM Michael Brandl

Rubriklistenbild: © Kreisfeuerwehrverband Landkreis Berchtesgadener Land

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