Heimische Rotkreuzler absolvieren Lehrgang für die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung

Zusatzqualifikation für Rotkreuzler bestanden

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Berchtesgadener Land/Hohenfels - Drei Rotkreuz-Mitglieder der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung des Berchtesgadener Landes waren mit weiteren ehrenamtlichen Helfern aus ganz Bayern drei Wochenenden auf einem Lehrgang an der BRK-Schule in Hohenfels.

An den drei Wochenenden wurden verschiedenste Themen behandelt, darunter rechtliche Grundlagen wie das Bayerische Katastrophenschutzgesetz und das Rettungsdienstgesetz, die Dienstvorschrift 100, die Richtlinie für den Massenanfall von Verletzten,  Aufgaben der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung, Führung, Einsatzleitung, taktische Zeichen und Einheiten, Lagedarstellung, Disponierung und Führungsstrukturen.

„Wir haben dabei einige Themen in Gruppenarbeit erschlossen, geübt und vertieft und als Abschluss bei einer Großübung durchgespielt“, berichtet Fachdienstleiter Heinrich Schnell von der BRK-Bereitschaft Ainring.

Das Übungsszenario:

Bei der Übung nehmen die Einsatzkräfte eine Gebäude-Explosion in Hohenfels an, bei der ein 5.000-Liter-Behälter mit ätzendem Chlorgas beschädigt wird.

Aufgrund der dramatischen Lage mit gesundheitlichen Gefahren muss umgehend der komplette Ort evakuiert werden und an einem sicheren Platz für alle eine Betreuungsstelle eingerichtet werden.

Die Teilnehmer teilen sich in vier Gruppen auf, wobei die verschiedenen Aufgaben im Verlauf immer wieder getauscht wurden, damit jeder die unterschiedlichen Perspektiven, Schwierigkeiten und Anforderungen kennenlernt.

Eine Gruppe bildet die Einsatzleitung, eine weitere die anrückenden Fahrzeuge, eine andere Gruppe die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung am Schadensort und die letzte Gruppe übernimmt die Integrierte Leitstelle.

Aufgabe für alle Gruppen ist es, ein Einsatztagebuch zu führen, Rettungsmittel zu dokumentieren, Patienten zu registrieren und eine aussagekräftige Lagekarte zu erstellen.

Für die sechsstündige Übung standen auch zwei Einsatzleitwagen der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung Röhn-Grabfeld und Kelheim zur Verfügung. Am Ende präsentierte jede Gruppe ihre Dokumentation und die Lagekarte.

Am letzten Tag behandelte der Kurs noch die Zusammenarbeit mit Dritten, beispielsweise der Feuerwehr, dem Bahn-Notfallmanager, dem Technischen Hilfswerk und der ILS.

Nach dem absolvierten Lehrgang sind die heimischen Rotkreuzler „Gruppenführer Information und Kommunikation“ und Fachpersonal der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung.

Pressemitteilung des BRK Berchtesgadener Land

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