„Wirtschaftliche Gesundung“ der Kliniken Südostbayern AG schreitet voran

Mehr Patienten - weniger Defizit

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Berchtesgadener Land - "Das Defizit des Klinikverbundes hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 3,3 Millionen Euro mehr als halbiert. Zudem wurden in den Kliniken Südostbayern AG mehr Patienten als im Vorjahr versorgt."

Das teilte der Vorstandsvorsitzende der Kliniken, Dr. Uwe Gretscher, nach der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft in Teisendorf mit. „Der wirtschaftliche Konsolidierungskurs ist in vollem Gange und die Patienten nehmen unsere Kliniken mehr denn je an“, so der Vorstandvorsitzende.

Steigerung der medizinischen Qualität des Versorgungsangebots

Auch konnte in die medizinische Qualität des Versorgungsangebots investiert werden. Für Dr. Gretscher, der die Kliniken seit gut einem Jahr leitet, ist es erfreulich, dass es 2015 im Verbund gelungen ist, das wirtschaftliche Ergebnis deutlich zu verbessern und somit im operativen Bereich erstmals wieder die „schwarze Null“ zu erreichen. Diese Herausforderung wurde mit eigener Kraft, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestemmt, erklärte der Vorsitzende.

Ziel - Optimierung der Arbeitsabläufe

Auch für die Folgejahre wird von einer Ergebnisverbesserung ausgegangen, obwohl der Rahmen ab 2017 durch gesetzliche und tarifliche Bedingungen deutlich schwieriger wird. Damit auch diese Aufgabe gelingt, müssen Abläufe weiter optimiert werden. Ziel muss sein, sich den Kernkompetenzen widmen zu können. „Das kommt unmittelbar unseren Patienten zugute, denn der Heilungsprozess profitiert nicht nur von einer bestmöglichen medizinischen und pflegerischen Versorgung rund um die Uhr, sondern auch von der Zuwendung unserer Mitarbeiter im persönlichen Umgang“ betonte Dr. Gretscher. Die menschliche Komponente und die Zufriedenheit der Patienten und der Mitarbeiter liegt auch Elisabeth Ulmer, Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, besonders am Herzen. „Wir werden alle Anstrengungen unternehmen um auch in diesen Bereichen noch besser zu werden.“

Zentrale Notfallambulanz nach Umbau wiedereröffnet

Zur besseren Patientenversorgung und Beschleunigung von Versorgungsabläufen wurde erst kürzlich am Klinikum Traunstein die zentrale Notfallambulanz und Sterilgutversorgung nach einem Um- und Ausbau wiedereröffnet. Der Medizinische Direktor, Dr. Stefan Paech, teilte mit, dass man einen deutlichen Anstieg der Patienten mit einem Lebensalter über 80 Jahren zu verzeichnen habe.

Mit dem Blick in die Zukunft gehandelt

Der Klinikverbund hat auf den demographischen Wandel umgehend reagiert. Mit den akut-geriatrischen Abteilungen in den Kreiskliniken Berchtesgaden und Vinzentinum Ruhpolding sowie den Abteilungen für Geriatrische Rehabilitation in den Kreiskliniken Berchtesgaden und Trostberg hat man ein engmaschig arbeitendes Netz für altersmedizinische Versorgung geschaffen“, so Elisabeth Ulmer. Das dritte inhaltliche Standbein der Geriatrie im Klinikverbund ist die Alterstraumatologie. Sie agiert ebenfalls standortübergreifend und trägt der ganz spezifischen Situation der unfallverletzten alten Menschen Rechnung.

Filialabteilungen gegründet

Am 01. April 2015 wurden die Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie an der Kreisklinik Bad Reichenhall neu gegründet. Als eine Filialabteilung der Gefäßchirurgie des Klinikums Traunstein steht sie unter der fachlichen Leitung von Chefarzt Dr. Volker Kiechle, der mit seinem Team an beiden Standorten operiert. Seit dem 1. Januar diesen Jahres arbeitet auch die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Kreisklinik Bad Reichenhall im Verbund mit der Frauenklink Traunstein, unter Gesamtleitung von Chefarzt Prof. Dr. Christian Schindlbeck.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG und Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land, Georg Grabner, stellt zufrieden fest, dass die stand-ortübergreifende Zusammenarbeit der einzelnen Kreiskliniken und Fachabteilungen immer besser funktioniert und der Fusionsgedanke "gelebt" wird!

"Mit uns wird es keine Privatisierung geben!"

Siegfried Walch, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Landkreises Traunstein betont, dass die Kliniken das wertvollste Kapital beider Landkreise sind und bleiben werden. Er und sein Amtskollege Landrat Georg Grabner sprachen sich einmal mehr klar für den Erhalt der Kliniken Südostbayern AG in kommunaler Trägerschaft aus. „Mit uns wird es keine Privatisierung geben!“ so Walch. Zum eingeschlagenen Konsolidierungskurs gäbe es keine Alternative. Auch, wenn die notwenigen Reformen viel von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abverlangen, so sei ein langfristiger Erhalt in kommunaler Trägerschaft nur möglich, wenn sich der Betrieb selbst trägt.

Beide Landkreise wären niemals in der Lage ein Unternehmen mit der Größe von 3.600 Mitarbeiter und einer viertel Milliarde Umsatz dauerhaft über Zuschüsse zu finanzieren. „Der eingeschlagene Kurs ist die Grundlage für eine langfristig qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in unserem Raum“,  so die beiden Landräte.

Pressemitteilung Kliniken Südostbayern

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