Neue Wege für Tourismus und Wirtschaft

Grüne im Kreistag äußern sich zum Markenprozess

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Bad Reichenhall - Die Marke ist tot, es leben die Marken! Weg vom Bauchladen und Flyer-Wirrwarr hin zu mehr Kompetenzbündelung: So lautet die neue Ausrichtung, die auf dem Pressegespräch zum Thema Markenprozess Berchtesgadener Land vorgestellt wurde. 

Update, 15.25 Uhr

Kaum ist der Markenprozess im Berchtesgadener Land Geschichte – schon gibt es die ersten Reaktionen. Die Grünen im Kreistag haben sich zu Wort gemeldet, wie die Bayernwelle berichtet. Sie sehen die neue Struktur der Wirtschafts- und Tourismusförderung im Landkreis als positiv.

Trotzdem wäre es mutiger gewesen, alles unter einem Dach zusammenzuführen, so Fraktionschef Bartl Wimmer. So hätte die Arbeit besser koordiniert werden können. Wimmer ist aber überzeugt, dass auf lange Sicht eine einheitliche Struktur kommt. Anderenfalls werde der Landkreis die rote Laterne bei der Wirtschaftskraft der Landkreise in Oberbayern niemals los werden.

Erstmeldung, 6.25 Uhr

Zehn Jahre stand im Fokus, die Marke "Berchtesgadener Land" zu pushen. Damit ist es jetzt vorbei. Ab sofort positioniert sich die Marke n icht mehr als geografische Verortung. Zukünftig steht der gemeinsame Auftritt des gesamten Berchtesgadender Landkreises als Tourismus- und Wirtschaftsstandort im Vordergrund. Kernziel dabei ist, die bereits operierende Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) weiterzuentwickeln. Das Lenkungsgremium - bestehend aus dem Landrat Georg Grabner, Vertretern der Tourismusorganisationen TRBK, der Kur GmbH und der Erlebnisregion Berchtesgadener Land e.V., sowie der Wirtschaft und der Kreistagsfraktionen - hat sich drauf geeinigt, dass zukünftig die drei folgenden Schwerpunkte positioniert werden sollen.

  • "Das mächtigste Bergerlebnis Deutschland" - Markenname "Berchtesgaden"
  • "Die belebendste Alpenstadt Deutschlands" - Markenname: "Bad Reichenhall"
  • "Der lebenswerteste Wirtschaftsraum an den Alpen" - Markenname: Berchtesgadener Land

Was bedeutet das für den Landkreis?

Zunächst einmal werden die touristischen Aufgaben zukünftig nur noch einheitlich durch die BGLT durchgeführt. Dadurch soll das aktuelle Wirrwarr an unterschiedlichen und teils sogar doppelten Broschüren, Infobättern und Internetauftritten endgültig der Vergangenheit angehören. 

Innerhalb der BGLT wird es zukünftig zwei Geschäftsbereiche geben. Beide sollen weitestgehend unabhängig voneinander operieren. 

Unter den Marken "Bergerlebnis" und "Alpenstadt" wird künftig das gesamte operative touristische Geschäft abgewickelt. Die Wirtschaftsförderung ist für die Positionierung einer lebenswerten Wirtschaft an den Alpen verantwortlich und betrifft den ganzen Landkreis. 

Bündelung der Kompetenzen

Die neuorientierte BGLT wird von einem Geschäftsführer geleitet. Jeder Geschäftsbereich bekommt einen  Bereichsleiter und einen Beirat.

Gemeinsam sollen die Bereiche:

  • Mehrjahres- und strategische Planung
  • Internetauftritt
  • Messen
  • Buchhaltung
  • Personal
    abgewickelt werden. 

Der Vorteil:Eine Bündelung der Kompetenzen und weniger unterschiedliche Ansprechpartner für Gast und Gastgeber

Zuversichtliches Lenkungsgremium

"Das ist die sinnvollste Lösung, die auch umsetzbar ist", so Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp über die aktuelle Entwicklung. "Das aktuelle Projekt ist äußerst erfreulich", so OB Dr. Herbert Lackner. Denn "die Stadt Bad Reichenhall kann nun wieder mit einer eigenen Marke und der Positionierung 'Alpenstadt' nach außen hin auftreten. Immerhin verbindet die Stadt Bad Reichenhall urbanes Flair in Verbindung mit der Alpenwelt", so Lackner weiter.

Rupertiwinkel keine Hauptmarke

Einig sind sich alle Verantwortlichen darin, dass sie keine Möglichkeit sehen, den Rupertiwinkel als eine Hauptmarke auf dem deutschen Tourismusmarkt zu etablieren. "In unserer Gegend spielt der Tourismus keine so große Rolle, eher die Wirtschaft. Aber wir finden uns in der Positionierung 'Bergerlebnis' wieder und hängen uns mit unserer Submarke an die Marke 'Berchtesgaden' an", so Silvester Enzinger, Bürgermeister von Anger und Vertreter der Erlebnisregion Berchtesgadener Land-Rupertiwinkel. Auch er zeigt sich mit der Entwicklung ebenfalls äußerst zufrieden.

Diskussion im Stadt- und Gemeinderat

Als nächstes werden sich jetzt die Stadt- und Gemeinderäte sowie die Gesellschaftergremien mit den Vorschlägen des Lenkungsgremiums befassen. 

Landrat Grabner ist nach den ersten Gesprächen sehr zuversichtlich, dass man auf große Zustimmung stoßen wird. Die Umsetzung soll zum Jahr 2017 erfolgen. 

Es bleibt spannend

Noch nicht bekanntgegeben wurde, wie die Personalplanung verlaufen soll und mit welchen Kosten durch die Neupositionierung zu rechnen ist.

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