Lob und Anerkennung für "Reichenhaller Jager"

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Brigadegeneral Johann Langenegger (re.) zeichnet Oberstleutnant Jared Sembritzki (li.) mit der Ehrennadel der Gebirgsjägerbrigade 23 aus.

Bad Reichenhall - Brigadegeneral Langenegger verabschiedete den scheidenden Oberstleutnant Sembritzki und übergab das Kommando an Oberstleutnant Baumeister.

Das Gebirgsjägerbataillon 231 steht seit gestern unter neuer Führung. Im Rahmen eines feierlichen Übergabeappells übertrug Brigadegeneral Johann Langenegger gestern das Kommando vom scheidenden Oberstleutnant Jared Sembritzki an den neuen Bataillonskommandeur Oberstleutnant Oskar Baumeister. Zahlreiche Besucher und Ehrengäste verfolgten die Übergabe. Oberstleutnant Jared Sembritzki hob in seiner Rede hervor, dass es ihm schwer falle, sich heute verabschieden zu müssen. „Die Zeit als Kommandeur war für mich die herausforderndste und erfüllendste in 22 Dienstjahren“, sagte er.

Brigadegeneral Johann Langenegger (Mitte) übergibt die Truppenfahne von Oberstleutnant Jared Sembritzki (re.) an den neuen Bataillonskommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231 Oberstleutnant Oskar Baumeister (li.)

Vor allem im Afghanistan-Einsatz lernte er die Zuverlässigkeit und Professionalität seiner ihm unterstellten Soldaten kennen. Die Motivation und das Können seiner Soldaten machten die erfolgreiche Aufgabenerfüllung im afghanischen Norden erst möglich. Sembritzki sagte, dass die Intensität des Afghanistan-Einsatzes seiner „Reichenhaller Jager“ für die Bundeswehr im Großen und Ganzen Neuland war. Trotzdem konnten „seine“ Soldaten aufgrund ihres Ausbildungsstandes, Durchhaltewillens und der Kameradschaft jederzeit ihren Auftrag erfüllen. Damit haben die Gebirgsjäger einen maßgeblichen Anteil dazu beigetragen, dass sich die afghanische Bevölkerung ein Stück weit sicherer fühlen kann.

In seiner Rede dankte er allen Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231, die in während seiner zweijährigen Dienstzeit unterstützt haben und auf die er sich auch fernab der Heimat verlassen konnte. Seine emotionale Rede schloss Oberstleutnant Jared Sembritzki mit den Worten: „Ich war und bin stolz, Ihr Kommandeur gewesen zu sein“ ab. Im Anschluss sprach Brigadegeneral Johann Langenegger und bedankte sich für das Erscheinen zahlreicher Besucher und Ehrengäste. Dies unterstreiche einmal mehr, so der Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, dass die „Reichenhaller Jager“ ihren festen Platz in der Gesellschaft haben. „Die Hitze des afghanischen Sommers und die Hitze der Gefechte haben das Gebirgsjägerbataillon 231 - im wahrsten Sinne des Wortes- zusammengeschweißt“, sagte der General.

Brigadegeneral Johann Langenegger (Mitte) mit dem scheidenden Oberstleutnant Jared Sembritzki (re.) und dem neuen Bataillonskommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231 Oberstleutnant Oskar Baumeister (li.)

Zusammen mit Soldaten anderer Nationen haben die Gebirgsjäger in Afghanistan das getan, was das Mandat des Deutschen Bundestages und damit die Gesellschaft verlangt. Mit Blick in die Zukunft zeigte er die Herausforderungen auf, denen sich die „Reichenhaller Jager“ in den nächsten Jahren stellen werden. Nach derzeitiger Planung stellt das Gebirgsjägerbataillon 231 ab Juli 2012 das Kernelement für die EU- Battle-Group und wird ab dem Frühjahr abermals nach Afghanistan gehen.

Für die Entbehrungen und den mutigen Einsatz in den zurückliegenden Monaten zollte der General den Soldaten des Gebirgsjägerbataillons nochmals seinen größten Respekt, bevor er sich an den scheidenden Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jared Sembritzki wandte.

Für die Entbehrungen und den mutigen Einsatz in den zurückliegenden Monaten zollte der General den Soldaten des Gebirgsjägerbataillons nochmals seinen größten Respekt, bevor er sich an den scheidenden Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jared Sembritzki wandte.

Mit den Worten „sie waren stets ein Vorbild und haben sich selbst nicht geschont“, sprach er Oberstleutnant Jared Sembritzki an. Ebenfalls erwähnte Brigadegeneral Langenegger, dass der Einsatz der „Reichenhall Jager“ in Afghanistan Lob und Anerkennung von höchster Stelle erfahren hat. Für den persönlichen Einsatz zum Wohl des Gebirgsjägerbataillons 231 bedankte sich Brigadegeneral Langenegger bei Oberstleutnant Jared Sembritzki und verlieh ihm im Anschluss die Ehrennadel der Gebirgsjägerbrigade 23. „Mit der neuen Verwendung als Adjutant des Generalinspekteurs der Bundeswehr wartet eine in der Tat herausragende Aufgabe auf sie“, so der General. Dafür wünschte ihm Brigadegeneral Langenegger persönlich wie beruflich alles Gute. Der neue Kommandeur, Oberstleutnant Oskar Baumeister ist für die Gebirgsjägerbrigade 23 kein Unbekannter. Nach seinem Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften und Verwendungen im Saarland sowie in Istanbul, leitet er bereits die Abteilung Militärische Sicherheit im Stab der Gebirgsjägerbrigade 23.

Einsatzerfahrung konnte Oberstleutnant Oskar Baumeister bereits auf dem Balkan und in Afghanistan sammeln und ist somit schon aufgrund seines Werdegangs bestens auf die Aufgabe vorbereitet, so Brigadegeneral Langenegger. Für die herausfordernde Aufgabe wünschte ihm Brigadegeneral Langenegger viel Erfolg und eine allzeit glückliche Hand. Zum Abschluss des Appells wurden die angetreten Soldaten von Gefechtslärm und Kettengeräuschen überrascht. Zu Ehren von Oberstleutnant Jared Sembritzki holten ihn „seine Soldaten“ ein letztes Mal mit ihren Gefechtsfahrzeugen ab.

Mehrere Gefechtsfahrzeuge fuhren vor der angetretenen Paradeaufstellung auf und nahmen „ihren Kommandeur“ – mit dem sie im Afghanistan-Einsatz zahlreiche Feuergefechte überstanden hatten – mit.

Pressemitteilung Oberleutnant Johannes Schmid

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