Königlicher Glanz in Bad Reichenhall

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Gastgeber Georg Grabner begrüßte jeden einzeln per Handschlag.

Bad Reichenhall - Pünktlich um halb sieben öffneten sich am Montagabend die Pforten im Alten Königlichen Kurhaus in Bad Reichenhall. Der Landrat hatte zum traditionellen Wirtschaftsempfang geladen.

"Der Wirtschaftsempfang gibt uns jedes Jahr die Gelegenheit, denen, die dafür sorgen, dass die Arbeitsplätze im Landkreis erhalten bleiben und dass es Ausbildungsplätze gibt, zu danken", begann Georg Grabner seine Begrüßung. Gleichzeitig sei er eine gute Gelegenheit, sich näher kennenzulernen und auszutauschen. Das bestätigte beim anschließenden Stehempfang auch Unternehmer Dieter Schönwälder: "Es ist immer wieder schön, weil man hier oft Leute trifft, die man sonst das ganze Jahr nicht sieht."

Wirtschaftsempfang 2011

Der Festredner: Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks.

Doch bevor es zum gemütlichen Teil ging, lauschten die geladenen Gäste den Worten von Ulrich Wilhelm, dem Intendant des Bayerischen Rundfunks. Er ging zwar kaum auf das angekündigte Thema: "Medien und ihr Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft" ein, gab aber einen Einblick in die Veränderung der Medienlandschaft in den 30 Jahren, in denen er in den verschiedensten Bereichen tätig war. "Ich habe noch mit 16-Milimeter-Film gearbeitet und der Hörfunk war damals Monopolinhaber", erinnerte er sich. "Jetzt müssen die klassischen Medien wie Zeitung, Hörfunk und Fernsehen mit sehr vielen Mitbewerbern leben." Wichtig sei dabei, dass die zuständigen Journalisten nicht vergessen sollten, dass sie zur Meinungsbildung in der Bevölkerung beitragen. "Wir haben die gemeinsame Aufgabe, Qualitätsjournalismus zu betreiben", appellierte er.

Prinz Albert von Sachsen (r.) kam mit seiner Frau auf Einladung von Landrat Georg Grabner.

Einzig die künstlich stilisierten Themen, die die Medien für einen kurzen Zeitpunkt auf die Spitze trieben, um sie dann für ein neues Thema fallen zu lassen, seien bedenklich. Dieser Trend sei aber über Deutschland hinaus erkennbar. Dazu komme, dass durch die neuen Medien, Aussagen viel schneller verbreitet werden können. "Hat vor dreißig Jahren der Ministerpräsident einer kleinen regionalen Zeitung ein Interview gegeben, dauerte es bis zu drei Tagen, bis das von überregionalen Blättern aufgegriffen wurde. Heute kann das innerhalb von Minuten geschehen", erklärte Wilhelm. Der die 'Debatten über ungelegte Eier' durchaus kritisierte. "Es ist unsere Aufgabe, gegen einen solchen Trend mit seriöser Berichterstattung anzukämpfen."

Wirtschaftsempfang 2011 - der Stehempfang

Am Montagabend fand der Kampf aber nur anschließend am Buffet statt. Schnitzel, Rinderspieße und Lachscreme lockten die Gäste zum gemütlichen Teil des Abends. Dazu gab es ein Gläschen Wein oder Bier, sowie die Gelegenheit in entspannter Atmosphäre so manches Geschäft auf den Weg zu bringen.

cz

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