Ein Klimaschutzmanager für das BGL

Münch: "Unser Landkreis profitiert doppelt"

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Klimaschutzmanager Manuel Münch (links) und Landrat Georg Grabner.

Landkreis - Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Kreistages wurde Manuel Münch vorgestellt, der neue Klimaschutzmanager für das Berchtesgadener Land. Wir haben mit ihm gesprochen:

 Damit entspricht der Landkreis den Vorgaben des Integrierten Klimaschutzkonzeptes, welches vom Kreistag 2013 beschlossen wurde. Nach der Sitzung hatte BGLand24.de die Gelegenheit, mit Manuel Münch zu sprechen.

Aus Aschaffenburg kommt der 24-jährige Ingenieur im Bereich Erneuerbare Energien und Energiemanagement. Vor dem Kreistagsplenum hatte Landrat Georg Grabner den neuen Mitarbeiter schon vorher in höchsten Tönen gelobt und auf sein „Prädikatsexamen“ hingewiesen. „Praktische Erfahrungen habe ich bereits in der Projektentwicklung von Wind- und Wasserkraftanlagen sammeln können“, berichtet Münch. Zuletzt war er in der Energieagentur Bayerischer Untermain im Bereich energetischer Gebäudesanierung aktiv. „Seit Mitte März bin ich nun als Klimaschutzmanager des Landkreises tätig und ich freue mich wirklich sehr auf diese Aufgabe.“ Als Fahrplan zum Erreichen der gesteckten Klimaziele und gleichzeitig als „Handbuch meiner Arbeit“ bezeichnet Münch das am 22. April 2013 vom Kreistag beschlossene Integrierte Klimaschutzkonzept. Der Landkreis Berchtesgadener Land habe sich damit zum Ziel gesetzt, Vorbildregion in Sachen Klimaschutz und regionaler Energieerzeugung zu werden.

Manuel Münch erinnert nochmals an die zentralen Klimaschutzvorgaben, die der Landkreis bis 2030 festgelegt hat. Demnach sollten die CO2-Emissionen im Vergleich zu 2010 um 47 Prozent reduziert werden. Dies bedeute eine Verminderung von derzeit 10,6 Tonnen auf 5,5 Tonnen pro Einwohner und Jahr. Der End-Energiebedarf im Bereich Wärme solle um 32 Prozent und der von Strom um 20 Prozent im Vergleich zu 2010 gesenkt werden. Ein wesentliches Ziel sei schließlich die Steigerung des Anteils regionaler Erneuerbarer Energien im Bereich Wärme von derzeit 9 Prozent auf 35 Prozent und im Bereich Strom von derzeit 32 Prozent auf 86 Prozent. Zum Umsetzen dieser ehrgeizigen Zielvorgaben nennt der Klimaschutzmanager Handlungsfelder, in denen er sich bewegen will. So sollen Strukturen geschaffen werden, in denen die Akteure im Bereich Energie und Klimaschutz vernetzt und gebündelt sind. Zu weiteren zentralen Aufgabenbereichen zählt er energieeffizientes Bauen und Sanieren und den Ausbau regionaler Erneuerbarer Energien bei Wärme und Strom. Handlungsbedarf sieht Münch zudem beim Energiemanagement von Unternehmen und beim Ausbau und der Förderung klimafreundlicher Mobilität.

„Ich persönlich sehe meine Arbeit als echte Dienstleistung und Service für die Bürger, Kommunen und Unternehmen in der Region und möchte die Aktivitäten im Bereich Energie und Klimaschutz unterstützen“, fasst Manuel Münch zusammen. Dabei setze er auf gegenseitigen Dialog und gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, denn nur gemeinsam könne man die Herausforderungen meistern und die Energiewende im Berchtesgadener Land zum Erfolg führen. „Unser Landkreis profitiert dabei gleich doppelt, denn Klimaschutz stärkt die regionalen Kreisläufe und trägt damit spürbar zur regionalen Wertschöpfung bei“, wies Manuel Münch abschließend auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin.

nh

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