Kirchholztunnel: noch viele Fragen offen

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So würde die Ortsumfahrung Bad Reichenhall aus Sicht des Bund Naturschutzes letztlich aussehen.

Bad Reichenhall - Die Auslegung der Unterlagen zur geplanten Ortsumfahrung Bad Reichenhall ist abgeschlossen, die Frist für die Einwendungen läuft. Doch die betroffenen Gemeinden haben noch Fragen.

"Wir haben am Montagabend über die Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren beraten", erklärte Bayerisch Gmains Bürgermeister Hans Hawlitschek auf Anfrage von BGLand24. "In einigen Punkten brauchen wir noch mehr Informationen."

Der Gemeinderat Bayerisch Gmain fordert unter anderem eine geologische und hydrogeologische Beurteilung, eine Beschreibung der Ausbruchsart - ob gesprengt oder gefräst wird, sowie eine Aufstellung der Massnahmen, die zur Reduktion baubedingter Emissionen geplant sind. Außerdem fehlt dem Gremium ein Plan, wie die Ortsumfahrung an die Kreisstraße BGL 4 angebunden werden soll und wie das Aushubmaterial deponiert werden soll. "Auch ist nicht geklärt, wie die Entlüftung des Bauwerks aussehen soll", so Hawlitschek weiter. Am meisten Sorgen mache sich die Gemeinde aber um mögliche Enteignungen der betroffenen Grundstücke.

All diese Fragen gehen jetzt an die Regierung von Oberbayern und das Staatliche Bauamt Traunstein. "Ich denke, dass wir bei den Erörterungsterminen unsere Antworten bekommen", ist sich Hawlitschek sicher. Erst dann könne der Gemeinderat eine grundsätzliche Entscheidung treffen, ob er den Bau des Kirchholztunnels befürworte oder ablehne. "Wir entscheiden schließlich für die Bürger und die Gemeinde."

Diese Entscheidung steht auch dem Stadtrat Bad Reichenhall bevor. Er berät am Abend über das Planfeststellungsverfahren zur Ortsumgehung Bad Reichenhall. Vor der Sitzung will der Bund Naturschutz zusammen mit der SPD, den GRÜNEN und der Bürgerinitiative „Rettet den Golling“ auf dem Rathausplatz demonstrieren. "Die Bürger wollen damit ihre Ablehnung zu den vorliegenden Planungen kundtun und eine Alternativplanung einfordern", heißt es von Seiten des Bund Naturschutz. "Demonstrieren werden auch die Marzoller gegen die Abfallanlage vor ihren Wohnhäusern."

Der Stadtrat wird sich nämlich auch mit der geplanten Abfallentsorgungsanlage der Firma MSP in Marzoll/Türk befassen. Es geht um den Antrag auf Befreiung vom Bebauungsplan Gewerbegebiet Türk.

BGLand24 wird ausführlich über die Sitzung und deren Ergebnisse berichten.

Christine Zigon

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