Unökologisch, klimafeindlich, zu teuer!

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Dieter Janecek, Landesvorsitzender der Grünen in Bayern, hebt am Sonntag während der Abstimmung um die Münchner Olympia-Bewerbung auf dem Landesparteitag der bayerischen Grünen in der Konzert- und Kongresshalle in Bamberg seine Stimmkarte.

Bamberg - Die Münchner Olympia-Bewerbung stößt bei den bayerischen Grünen auf entschiedene Ablehnung. Der Grund: Die Austragung sei unökologisch, klimafeindlich und zu teuer.

Ein entsprechender Antrag des Grünen-Kreisverbandes Fürstenfeldbruck fand beim Landesparteitag am Sonntag in Bamberg eine deutliche Mehrheit. Befürworter hatten angesichts des bereits in der Debatte deutlich erkennbaren Widerstands ihren Antrag zurückgezogen, in dem sie sich für die Münchner Olympia-Bewerbung ausgesprochen hatten.

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Runge, der sich an die Spitze der Bewerbungs-Gegner setzte, warnte: “Mit der Bewerbung werden die Grundsätze der Grünen mit Füßen getreten.“ Die geplanten Winterspiele seien nicht nur klima- und umweltfeindlich, sondern stellten auch eine unvertretbare finanzielle Belastung für die öffentlichen Haushalte dar. So sollen von den nach Angaben der Grünen anfallenden Kosten in Höhe von 3,6 Milliarden Euro rund zwei Drittel die Steuerzahler übernehmen, “während das Internationale Olympische Komitee die Gewinne einfährt“, sagte Runge. “Wer gegen umweltzerstörerische Straßenprojekte ist, kann nicht für Olympia sein“, sagte er abschließend.

Vertreter der Münchner Grünen-Stadtratsfraktion verwiesen dagegen auf den “Mehrwert“ für die Region München. So würden die in der Landeshauptstadt geplanten Unterkünfte für die Athleten nach dem Ende der Olympischen Spiele die Wohnungssituation in der Stadt entspannen. Auch der im Zuge der Olympia-Ausrichtung geplante zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke München-Garmisch stelle eine Verbesserung für die Region dar. Die Umweltbelastung halte sich dagegen in Grenzen. So würden in Garmisch wegen der Olympischen Winterspiele im Jahr 2018 nur zwei Prozent mehr Fläche verbraucht, argumentierten Münchner Delegierte. Außerdem meinten sie, die Grünen dürften nicht zur Spaßbremse-Partei werden.

dpa

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