„Es gibt keine Alternative zu erneuerbaren Energien“

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Bad Reichenhall - „Ein Film, der Hoffnung macht“ – dieses Fazit zog der SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger, nachdem am Freitag nach „Die 4. Revolution“ bei der Roten Filmnacht im Park-Kino die Lichter im Saal wieder angingen.

Die zahlreichen Besucher nahmen das Angebot wahr, direkt nach der Filmvorführung mit der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler zu diskutieren. Dabei kamen sowohl allgemeine Fragen zur Förderung erneuerbarer Energien als auch konkrete Vorschläge für die Energiepolitik vor Ort zur Sprache.

Der Film „Die 4. Revolution“ stellt Beispiele aus aller Welt für eine dezentrale, sichere und saubere Versorgung mit erneuerbaren Energien dar. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Träger des alternativen Nobelpreises und Fraktionskollege von Bärbel Kofler Hermann Scheer. Die Filmemacher begleiteten den Energiepolitiker bei Gesprächen und Vorträgen in Deutschland und auf der ganzen Welt und stellen dabei von der Energieeinsparung bis zu großen Photovoltaikkraftwerken viele Aspekte der Energiewende dar.

„Die Energiewende gibt es nicht zum Nulltarif“, stellte Bärbel Kofler in der folgenden Diskussion dar. Wie im Film richtig angesprochen werde, seien fast alle erneuerbaren Energien mit der Nutzung von Flächen verbunden – egal, ob es sich um die Hausdächer für Solaranlagen oder um Standorte für Windräder handle. „Es kommt darauf an, für jede Region das richtige Konzept zu finden“, so die Bundestagsabgeordnete.

Kritisch angesprochen wurde in der Diskussion die Rolle der großen Energiekonzerne. Die vielfältige Kritik der Energieversorger an der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien zeige, dass es eine regelrechte Kampagne für die alte, zentralisierte Struktur mit Kohle, Öl und Atomstrom gebe, so Bärbel Kofler. „Die aktuelle Entwicklung des Strompreises hat hauptsächlich mit den Gewinnerwartungen der großen Energieversorgungsunternehmen zu tun“, stellte die Bundestagsabgeordnete klar.

Starkes Interesse gab es bei den Diskussionsteilnehmern an konkreten Maßnahmen vor Ort zur umweltfreundlichen Erzeugung und Einsparung von Energie. Mehrere Wortmeldungen wiesen auf die Verantwortung jedes Einzelnen hin, aber auch die Kommunalpolitik wurde kritisch angesprochen. Roman Niederberger erinnerte an den 2001 gefassten Beschluss des Kreistags, bis 2030 den kompletten Bedarf des Landkreises aus erneuerbaren Energien zu decken. Um diesen umzusetzen, bleibe aber noch viel zu tun, wie auch der im Juni im Kreistag erteilte Zwischenbericht zeige.

Ein altes Vorurteil entkräftete Siegfried Popp aus Freilassing in seinem Diskussionsbeitrag: „Nach ungefähr drei Jahren Betriebszeit haben Solarzellen die für ihre Erzeugung notwendige Energie wieder erbracht, die Nutzungsdauer liegt durchschnittlich bei 20 Jahren“, erklärte er.

Zum Schluss der Veranstaltung betonte Bärbel Kofler noch einmal das Hauptmotto des Films „Die 4. Revolution“: „Es gibt mittel –und langfristig keine Alternative mehr zu einer vollständigen Versorgung mit erneuerbaren Energien“. „Die 4. Revolution“ wird im Bad Reichenhaller Park-Kino noch am kommenden Montag und Dienstag jeweils um 17.30 und 20.15 Uhr gezeigt.

Pressemitteilung SPD BGL

Rubriklistenbild: © Roman Niederberger

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