Feuer aus - „alle am Leben“

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Bad Reichenhall - “Sehr gut, so wie ich es erwartet habe“, lobt Kommandant Andreas Gabriel seine Reichenhaller Feuerwehr. Sie haben einen fiktiven Waldbrand erfolgreich bekämpft. **Video**

Fünf Hubschrauber und rund 90 Feuerwehrmänner sind bei einer Bergwaldbrandübung auf der Anthauptenalm in Bad Reichenhall im Einsatz gewesen. Dazu kamen fünf Bergwachtmänner aus Bad Reichenhall und Freilassing.

Manch einer in Bad Reichenhall wird sich am Mittwochmittag gedacht haben, dass die Polizei einen entflohenen Häftling oder Terrorverdächtigen sucht. Denn zwei Hubschrauber der Polizei und einer der Bundespolizei kreisten über der Kurstadt. Dazu kamen ein Hubschrauber der Bundeswehr und ein Privater. Sie alle waren gekommen, um den Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Reichenhall, Rosenheim und München einen simulierten Waldbrand zu löschen.

Großübung auf der Anthauptenalm

Diese Übung wurde abgehalten, um einen besonderen Ernstfall zu üben. Rund zweieinhalb Jahre nach dem schweren Waldbrand am Thumsee wollten die drei Wehren testen, ob sie einem solchen Szenario immer noch problemlos gewachsen sind. Und so war es.

In Baumgarten sprachen sich die drei Feuerwehren mit den Piloten ab, um die Übung optimal durchzuführen.

Am Vormittag wurde in Baumgarten alles nötige eingerichtet - Einsatzzentrale, Materiallager, Verpflegung. Die Hubschrauber machten die ersten Testflüge und die drei Feuerwehren stimmten sich ab. Um 14 Uhr kam dann die Meldung: „Waldbrand auf der Anthauptenalm“. Der Einsatzleiter ließ sich zum Brandort fliegen, verschaffte sich einen Eindruck und forderte Material und Feuerwehrmänner an. Nach und nach landete alles auf der Alm und die Hubschrauber konnten beginnen Wasser zu fliegen. Das wurde in schnell aufgebauten Wasserbehältern und über dem Feuer verteilt.

Das Feuer wurde aufgrund der hohen Waldbrandgefahr in Tonnen entfacht und von zwei Feuerwehrmännern überwacht. Eine Nebelmaschine sorgte für die passende Sicht, wie bei einem richtigen Brandeinsatz.

Mit dem Wasser aus den Behältern begannen die Feuerwehrmänner zu löschen und die Hubschrauber taten ihr übriges aus der Luft. So konnte Kommandant Andreas Gabriel nach gut einer Stunde „Feuer aus“ verkünden und seine Männer loben: „Obwohl es kein Drehbuch gab, hat der Einsatzleiter absolut richtig und effektiv gehandelt. Ich bin sehr zufrieden.“ Und auch sein Kollege aus München, Rupert Saller, lächelte zufrieden: „Alle am Leben, was will man mehr.“

Die Bergwacht musste einen "verletzten" Feuerwehrmann retten.

Die anwesenden Bergwachtmänner waren auch gefordert. Ein Feuerwehrmann hatte sich an der Schulter verletzt und musste mit dem Hubschrauber ins Tal und zur medizinischen Versorgung gebracht werden. Heimlich still und leise versorgten die fünf Bergretter den Verletzten bis er vom Hubschrauber aufgenommen und ins Tal geflogen wurde.

Das Ganze war natürlich auch eine Übung und ging neben den simulierten Löscharbeiten reibungslos vonstatten.

Hier geht‘s zum Vorbericht

Rubriklistenbild: © cz

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