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Almabtrieb im Berchtesgadener Land: Alle Termine

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Almabtrieb 2016

Berchtesgadener Land - Der 24. August ist der Stichtag. Auch Bartholomäus-Tag genannt, wird ab diesem Datum alles für den Almabtrieb vorbereitet. Im Berchtesgadener Land ist dann einiges los:

Wenn sich der Sommer dem Ende neigt, dann heißt es für das Vieh bald Abschied nehmen von der Alm. Almabtrieb nennt man im Alpenraum die Überführung des Viehs von den Bergweiden, bzw. Almen ins Tal, wo es in den Stallungen der Bauernhöfe überwintert. Je nach Wetterlage, Temperatur und Graswachstum liegt der Zeitraum für den Almabtrieb zwischen September und Mitte Oktober. 

Im Berchtesgadener Land ist der 24. August, der auch Bartholomäus-Tag genannt, ein ganz besonderer Stichtag in Vorbereitung für den Almabtrieb. Ab diesem Tag darf nämlich mit dem Kranzen begonnen werden. So nennt man das Anfertigen des Kopfschmuckes (die Fuikln), welche die Tiere beim Almabtrieb tragen. Außerdem verkündet der Bartholomäus-Tag auch das nahe Ende des Almsommers, denn ab diesem Datum bleiben die Kühe noch zwischen zwei und sechs Wochen auf der Alm.

Festlich geschmückt oder ruhig und still

Ist der Almsommer für Mensch und Tier ohne tödliche Unfälle verlaufen, werden in vielen Gegenden die Viehherden für den Almabtrieb kunstvoll geschmückt ins Tal hinunter gebracht. Häufig wird der Almabtrieb auch mit Musik- und Tanzveranstaltungen verbunden. Traditionell werden für den Kopfschmuck der Tiere in der Regel Almrausch (Alpenrose), Latschenkiefer, Silberdistel und Seidenblumen verwendet

Den größten Kopfschmuck erhält die sogenannte Kranzkuh, die ihre Herde auf dem Weg in den Stall anführt. Dieser ist häufig aufwändig zusätzlich noch aus Zweigen, Blumen, Gräsern und Bändern in Form einer Krone geflochten wird. Häufig zeigt der Kranz ein Kreuz, mit dem um den Schutz des Himmels angefleht wird, sowie Spiegel und Glocken um böse Geister abzuwehren.

Verunglücken Tiere auf der Alm oder erkranken im Sommer, dann werden die Kühe ungeschmückt ins Tal hinuntergetrieben.

Fuikln und Latsch´n-Boschn

Fuikln oder Latsch´n-Boschn? In diese beiden unterschiedlichen Arten lässt sich der Kopfschmuck der Tiere unterteilen. Die  aufwendigere Art sind die sogenannten „Fuikln“. Hierfür werden die Äste einer kleinen Tanne oder Fichte gebogen und so festgebunden, dass je nach Größe der Fuikl zwei bis vier kugelförmige Kronen entstehen. Diese werden dann mit Rosen und Sternen aus fein gehobelten und eingefärbten Holzspänen geschmückt. 

Je nach Größe braucht man für die Erstellung einer Fuikl bis zu 30 Arbeitsstunden. Den größten Aufwand und vor allem jede Menge Fingerspitzengefühl und Geduld, erfordert hierbei das Falten der bis zu 200 Rosetten, die auf einer Fuikl Platz finden. 

Die einfachere Art sind die Latsch´n-Boschn. Bei dieser Variante bildet ein Stück Latschenkiefer die Grundform, die aber mit wesentlich weniger Rosen und Holzspänen geschmückt wird. Der Latsch´n Boschn wird hauptsächlich bei Jungvieh oder kleineren Kühen verwendet.

Die Leitkuh trägt meist den größten Fuikl und auch die größte Glocke.

Alle Termine zum diesjährigen Almabtrieb im Berchtesgadener Land finden Sie hier

Wetterhinweis

Aufgepasst: Es kann nicht gewährleistet werden, dass die Tiere bei allen angegebenen Terminen geschmückt sind. Auch sind kurzfristige Verschiebungen der Termine oder Ankunftszeiten aufgrund von schlechtem Wetter oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen möglich.

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