Bahnübergang Schmölzl/Wappachweg in Bayerisch Gmain

Bahn fordert Hilfe von Gemeinde

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Dieser Bahnübergang soll geschlossen werden. Noch gibt es keine Lösung für eine andere Anbindung der Grundstücke.

Bayerisch Gmain - Die Deutsche Bahn fordert Unterstützung von der Gemeinde Bayerisch Gmain über die Öffentlichkeit. Der Bürgermeister wartet auf eine persönliche Nachricht.

Stein des Anstoßes ist der Bahnübergang Schmölzl/Wappachweg. Seit über 20 Jahren versuchen die Verantwortlichen eine Verbesserung für die Straßenverkehrsteilnehmer an diesem Bahnübergang zu erreichen. Eine Lösung, die für alle Beteiligten praktikabel wäre, ist nach wie vor nicht gefunden.

Zurzeit ist der Bahnübergang weder durch Schranken noch durch Lichtzeichen gesichert. Weil direkt neben den Bahngleisen die Bundesstraße B20 verläuft, fehle für Autofahrer der Platz zum Räumen des Bahnübergangs, erklärt die Deutsche Bahn in einer Presseaussendung. Auch die Kurvenradien seien für lange Fahrzeuge zum Beispiel zur Firma Schmölzl zu eng, mit denselben Folgen für das Räumen des Bahnübergangs.

Neun Lösungsvarianten in der Diskussion

Zur Verbesserung der Verkehrssituation habe die Bundesbehörde Eisenbahnbundesamt bereits 2006 das Schließen des Bahnübergangs an dieser Stelle und die Umleitung des Anliegerverkehrs über eine noch zu bauende Verbindungsstraße zu einer benachbarten Straßenbrücke vor, heißt es. Unter Einbeziehung des Landratsamtes und des Staatlichen Bauamts Traunstein wurden neun mögliche Varianten mit und ohne Verlegung des Bahnübergangs erarbeitet und bewertet.

Als wirtschaftlichste Lösung mit den geringsten Eingriffen stellte sich laut Deutscher Bahn schließlich eine Umleitungsstraße über den Grund der Gemeinde Bayerisch Gmain zur benachbarten Brücke in der Lattenbergstraße heraus. Eine entsprechende Vereinbarung mit der Bahn sei im Juni aber vom Gemeinderat Bayerisch Gmain abgelehnt worden.

Bahn setzt Bürgermeister Messer auf die Brust

"Falls kein Konsens über eine Umleitungsstraße erreicht wird, sehen wir als Lösung nur noch den Einbau einer Schrankenanlage am vorhandenen Bahnübergang", setzt die Deutsche Bahn Bürgermeister Hans Hawlitschek öffentlich das Messer auf die Brust. Wegen fehlender Räummöglichkeiten beim Schließen der Schranken müsste dann jedoch bei jeder Zugfahrt der Verkehr auf der Bundesstraße 20 mit einer Lichtzeichenanlage angehalten werden. Demnach sei dann nicht nur den Verkehr, der über den Bahnübergang führt, sondern alle Fahrzeuge zwischen Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain betroffen.

Hawlitschek will sich zu den Forderungen der Deutschen Bahn nicht äußern. Er wartet nach wie vor auf ein persönliches Schreiben des Unternehmens, um eine gemeinsame Lösung zu finden.

cz

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