Entscheidungen in Bad Reichenhall

Lösungen für Maibaumloch und Auenstraße

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Bad Reichenhall - Neues Konzept für das Heimatmuseum, Bebauungsplan für die Auenstraße, Lösung für das Maibaumloch - der Bad Reichenhaller Stadtrat hat einige Dinge auf den Weg gebracht. Nicht ohne Diskussion.

600 Seiten hat das Feinkonzept von Stadtarchivar Johannes Lang für das Heimatmuseum. Im Mittelpunkt sollen die Stadtgeschichte und die Stadtentwicklung stehen, das Salz als Ursache und Antrieb für die Entstehung und Entwicklung Bad Reichenhalls wie ein roter Faden durch die Ausstellung führen. Diese befindet sich auf 800 Quadratmetern und zwei Ebenen in insgesamt neun Räumen. Sonderausstellungen sind in dem Konzept genauso vorgesehen, wie Führungen, Filmvorführungen und museumspädagogische Angebote.

Einstimmig hat der Stadtrat am Dienstagabend das Konzept auf den Weg gebracht und beschlossen, die Verwaltung mit der Ausschreibung der Innenarchitekturleistungen zu beauftragen.

Neuer Bebauungsplanentwurf Auenstraße

So harmonisch ging es dann im Anschluss nicht mehr zu, auf der Tagesordnung stand die Aufstellung des Bebauungsplanes Auenstraße. Die wurde bereits im November 2013 beschlossen, doch einige Änderungen waren notwendig, wurden auch in Bürgerinformationsveranstaltungen und durch die öffentliche Auslegung diskutiert. Die Stadträte hatten über zwei Änderungsvarianten des Bebauungsplanes abzustimmen. Letztlich fiel die Entscheidung mit 16:9 Stimmen für die Variante 1 (formale Anpassung, unteriridische Bauten zur Grundfläche zu rechnen, wenn möglich, Klärung der Zufahrtsituation, Festsetzung der Pflanzung). Jetzt wird das Bebauungsplanverfahren weitergeführt. Der geänderte Plan wird ausgelegt.

Maibaum wird oberirdisch verankert

In Sachen Maibaumfundament am Florianiplatz musste nach zwei gescheiterten Anläufen eine Entscheidung fallen, sonst wäre nicht gewährleistet, dass 2016 überhaupt ein Maibaum aufgestellt werden könnte. Die Räte waren unter Druck. Klar war nach dem Sachvortrag, dass die Verlegung des Maibaumlochs vom Florianiplatz auf den Rathausplatz nicht günstiger werden würde - auch hier schwebten Kosten von 40.000 Euro im Raum. Außerdem würde sich das Aufstellen schwieriger gestalten und die Trachtenvereine hätten für die Bewirtung deutlich weniger Platz.

Auch die Errichtung eines neuen Fundamentes auf die Vereine zu übertragen und somit Kosten einzusparen, also das Fundament günstiger zu bekommen, war nicht möglich. Was also tun?

Die Lösung brachte CSU-Stadtrat Martin Schobert: Das vorhandene Fundament wird nicht untersucht, sondern entfernt. Das entstehende Loch soll dem neuen Fundament dienen. Es ist ein neues Fundament mit einer oberirdischen Maibaum-/Christbaumhalterung zu planen und zu errichten. Als Maß für den Maibaum soll die maximal mögliche Länge von 27 Meter herangezogen werden.

Dem stimmte der Stadtrat einstimmig zu und genehmigte gleichzeitig die Planungskosten für einen Neubau als außerplanmäßige Ausgabe im Haushalt 2015 und beauftragt die Verwaltung mit der weiteren Umsetzung des Bauvorhabens. Laut Bayernwelle Südost sei die Rede für dieses Vorhaben von rund 20.000 Euro.

Kein Maßnahmenkatalog zur Rettung der Innenstadt

Als einziger Tagesordnungspunkt wurde der Antrag der Bürgerliste Reichenhall - die Grünen abgelehnt. Der Stadtrat sollte die Stadtverwaltung beauftragen, zusammen mit Vertretern des Gewerbevereins und anderen Beteiligten Maßnahmen zu erarbeiten, um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Mit 18:7 Stimmen sprach sich das Gremium dagegen aus. Stattdessen soll Oberbürgermeister Herbert Lackner Gespräche in einer kleineren Runde führen, denn über die Notwendigkeit der Stärkung der Innenstadt waren sich die Räte einig.

cz

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