Neujahrsempfang in Bad Reichenhall

Söder fordert Obergrenze für Flüchtlinge

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner (l.) und Brigadegeneral Alexander Sollfrank (r.) begrüßten neben rund 500 Gästen auch Bayerns Finanzminister Markus Söder beim Neujahrsempfang.

Bad Reichenhall - Auch beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Reichenhall und der Gebirgsjägerbrigade 23 ist man am Thema Flüchtlinge nicht vorbeigekommen. Doch vor allem für die Bundeswehr gibt es noch andere Herausforderungen.

Zum diesjährigen Neujahrsempfang in Bad Reichenhall begrüßten die zwei Gastgeber der Veranstaltung, der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 Brigadegeneral Alexander Sollfrank und der Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall Dr. Herbert Lackner, etwa 500 Gäste im Alten Königlichen Kurhaus. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von der Bad Reichenhaller Philharmonie unter der Leitung des Chefdirigenten Generalmusikdirektor Christian Simonis. Gastredner an diesem Abend war der Bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Dr. Markus Söder.

Pünktlich um 19.30 Uhr hatten sich die zahlreichen Gäste auf ihren Plätzen eingefunden und die Veranstaltung begann mit einer musikalischen Darbietung der Bad Reichenhaller Philharmonie. Danach sprach Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner zum Publikum. Dabei ging er auf einige Schlaglichter des letzten Jahres ein.

Die Bad Reichenhaller Philharmonie gestaltete den Neujahrsempfang musikalisch.

Ein Punkt, der dabei nicht vergessen werden durfte, war die Flüchtlingsproblematik. Gerade die Grenzregionen im Freistaat Bayern hatten die Auswirkungen der Flüchtlingswellen als erstes in Deutschland und in einem großen Ausmaß zu spüren bekommen. Nur durch das Engagement der vielen haupt- und nebenamtlichen Helfer konnte die Herausforderung, nämlich „die menschenwürdige Aufnahme von über einer Million Flüchtlinge“, gestemmt werden, so Lackner.

Auch Staatsminister Dr. Markus Söder ging später auf das Thema "Asyl und Flüchtlinge ein". Ein "wir schaffen das irgendwie", reicht Bayerns Finanzminister Markus Söder nicht mehr. Er betonte: "Wir werden um eine Flüchtlings-Obergrenze nicht herumkommen."

Einsätze bestimmen den Dienst

Brigadegeneral Alexander Sollfrank zog in seiner Rede ebenfalls kurz Bilanz und gab einen Ausblick auf das kommende Jahr. Am 6. März des letzten Jahres gab es einen großen Verabschiedungsappell der Gebirgsjägerbrigade 23, bei dem die Soldaten in die Einsätze nach Afghanistan, Irak, Mali, Kosovo und Somalia verabschiedet wurden. Sollfrank vermeldete nun, dass die knapp 640 Soldaten wieder wohlbehalten daheim sind. Einige wenige befinden sich noch im Einsatz.

Auch künftig wird der Dienst in der Gebirgsjägerbrigade 23 durch die Einsätze der Bundeswehr bestimmt. Zurzeit stellt sich die Brigade darauf ein den Kern der Kräfte für Mali und den Irak zu stellen. Bereits in der Mitte des Jahres 2016 beginnen sich die Soldaten auf diese Einsätze vorzubereiten.

2015 - Ein Jahr sicherheitspolitischen Umdenkens

Als Gast beim Neujahrsempfang: Staatsminister Söder.

Weiterhin betonte der Brigadegeneral, dass es in einer Zeit des sicherheitspolitischen Umdenkens Maßnahmen gab und auch weiterhin geben wird, von denen auch die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 betroffen sind. So haben im letzten Jahr ca. 800 Soldaten der Brigade an einer der größten NATO-Übungen der vergangenen Jahre, namens Trident Juncture, teilgenommen. In diesem Jahr werden Teile der Brigade nach Estland verlegen, um dort auszubilden, zu üben und Präsenz zu zeigen.

Auch ließ er es sich nicht nehmen, noch einmal auf die Flüchtlingsproblematik einzugehen. Er bedankte sich dabei herzlich für die gute Zusammenarbeit bei allen Verantwortlichen. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass man angesichts der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen und der bevorstehenden Aufträge die Einsätze im Rahmen der Flüchtlingshilfe verantwortungsbewusst bewerten müsse.

Gebirgsjägerbrigade 23 - Ein attraktiver Arbeitgeber

Zum Abschluss hielt der Bayerische Staatsminister der Finanzen Dr. Markus Söder eine Rede. Er bedankte sich für die Einladung und würdigte die einzigartige Kombination der Gastgeber. Weiterhin sprach er seinen Respekt und Dank für die Soldaten aus. „Wir sind stolz auf die Leistungen, die sie für unser Land erbringen.“

Quelle: Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

Zurück zur Übersicht: Bad Reichenhall

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser