Feier des "Tags der Gebirgssoldaten"

Auch Reichenhaller Gebirgsjäger feierten Jubiläum

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Bei strömenden Regen fand die Heeresberg-führerernennung auf dem Dekan-Karl-Platz in Mittenwald statt.

Bad Reichenhall/Mittenwald - Soldaten der Gebirgstruppe feiern ihren ersten "Tag der Gebirgssoldaten" anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Gebirgstruppe in der Bundeswehr.

Am Freitag, den 13. Mai, feierten der Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf, der Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V. und die Gebirgsjägerbrigade 23  zum ersten Mal den "Tag der Gebirgssoldaten". Anlass für die Veranstaltung ist das 60-jährige Jubiläum des Deutschen Heeres und somit auch der Gebirgstruppe.Den Auftakt  für diese Premiere bildete die Ernennung der Heeresbergführer. Nach einem Empfang und der Ehrung des Lehrgangsbesten, folgte eine Gedenkveranstaltung am Gebirgsjägerehrenmal am Hohen Brendten. Hier wurde allen Opfern von Krieg, Terror und Gewalt sowie den Gebirgssoldaten der Bundeswehr gedacht, die in Ausübung ihres Dienstes, im In- oder Ausland, ihr Leben ließen. Den Abschluss fand der „Tag der Gebirgssoldaten“ bei einem Kameradschaftsabend in der Sporthalle der Edelweiss-Kaserne.

Der erste deutsch-österreichische Heeresbergführerlehrgang

Zahlreiche Gäste, darunter auch Familienangehörige der Soldaten, verfolgten trotz strömenden Regens die Ernennung der Heeresbergführer  auf dem Dekan-Karl-Platz in Mittenwald. Abordnungen aller Verbände der Gebirgsjägerbrigade 23 sowie unterstützender ziviler und militärischer Dienststellen aus Landsberg, Calw, Kempten und Lizum/Walchen in Tirol waren angereist, um die neuen Heeresbergführer im Kreise der Alpinspezialisten aufzunehmen und zu ihrem bestandenen Lehrgang zu gratulieren. Der Leiter des Ausbildungsstützpunktes Gebirgs- und Winterkampf in Mittenwald, Oberst Michael Rüdiger Warter, betonte in seiner Ansprache: „Der Heeresbergführerlehrgang ist der längste, anspruchsvollste und forderndste Lehrgang, den wir im Rahmen der binationalen Gebirgs- und Winterkampfausbildung durchführen.“ Insgesamt 23 Soldaten  waren im letzten Jahr zu Beginn des Lehrgangs angetreten, neun von ihnen wurden zum Heeresbergführer ernannt. Vier Soldaten der Bundeswehr, ein niederländischer und vier österreichische Soldaten dürfen sich nun zu den jüngsten Heeresbergführern Deutschlands zählen. Als Lehrgangsbester von ihnen wurde Oberfeldwebel Alexander Rötzer vom Gebirgsversorgungsbataillon 8 in Füssen ausgezeichnet. Durchgeführt wurde die Ernennung vom General der Infanterie und Kommandeur des Ausbildungszentrums Infanterie, Brigadegeneral Gert-Johannes Hagemann, und dem Kommandanten der österreichischen Heerestruppenschule, Brigadier Jürgen Baranyai. Zuvor zeichneten Oberst Warter und der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Alexander Sollfrank die besten Absolventen des Heereshochgebirgsspezialistenlehrgangs aus. Die Qualifikation zum Heereshochgebirgsspezialisten ist ebenfalls eine deutsch-österreichische Ausbildung, die seit 2015 sowohl in Saalfelden als auch in Mittenwald durchgeführt wird. In diesem Jahr wurde das Abzeichen für die Heereshochgebirgsspezialisten zum ersten Mal verliehen.

Gemeinsam Gedenken

Im Anschluss an die Heeresbergführerernennung veranstaltete der Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V. und die Gebirgsjägerbrigade 23 die Gedenkfeier am Hohen Brendten. Der Vorsitzende des Kameradenkreises, Horst-Dieter Buhrmester, begrüßte die anwesenden Soldaten und Gäste. Die Gedenkveranstaltung, bei der allen Opfern von Krieg Gewalt und Terror gedacht wird, wurde im Jahr 2015 um einen monolithischen Granitblock zu Füßen der beiden großen Stelen erweitert. Das Denkmal ist den Soldaten der Gebirgstruppe der Bundeswehr gewidmet, die in Ausübung ihres Dienstes im Inland oder im Auslandseinsatz ihr Leben verloren haben. Horst-Dieter Buhrmester betonte dabei: „Das Denkmal ist nicht nur für die Gebirgsjäger, sondern auch für alle anderen Soldaten, die unter dem Edelweiss gedient haben, ein Ort des Gedenkens.“ Der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Brauksiepe, in diesem Jahr hochkarätiger Gast der Veranstaltung, ließ es sich nicht nehmen, bei der Kranzniederlegung teilzunehmen. Bei einem ökumenischen Gottesdienst  wurde den Opfern gedacht und die Militärgeistlichen hoben die Versöhnung und die Verantwortung für Frieden und Freiheit hervor.

Den Tag der Gebirgssoldaten fortsetzen

Beim gemeinsamen Kameradschaftsabend  fanden die zahlreichen Soldaten in der Sporthalle der Edelweiss-Kaserne in Mittenwald Platz. Brigadegeneral Sollfrank fasste den Tag zusammen. „Der Tag der Gebirgssoldaten verbindet aktive und ehemalige Kameraden. Wir werden die begonnene Traditionslinie fortsetzen und weitere Tage der Gebirgssoldaten in dieser Form durchführen.“ Brigadegeneral Sollfrank  überreichte im Anschluss an seine Rede eine beinahe lückenlose Chronik über die Gebirgstruppe, die von der Aufstellung des Deutschen Heeres vor 60 Jahren bis in die heutige Zeit reicht, an alle Kommandeure der Verbände der Gebirgsjägerbrigade 23. Die Chronik wird nun in den entsprechenden Bataillonen weitergeführt.
Bilder.

Pressemitteilung der Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23

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