10. Rupertus-Thermen-Lauf

Jubiläumslauf: Hitzeschlacht, Teilnehmerrekord und Wasserduschen

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10. Rupertus-Thermen-Lauf

Bad Reichenhall - Insgesamt 957 Teilnehmer trotzten der Hitze am Samstag und gingen beim Jubiläumslauf der St. Rupertus-Therme an den Start.

Die Athleten gingen über die verschiedenen Distanzen an den Start. Den Sieg beim Halbmarathon holten sich Florian Stelzle (LG Passau) und Rita Brand (SV Kasing) aus der Nähe von Ingolstadt

Die 10er-Distanz- Wertung der Herren gewann wie erwartet Filmon Abraham (LG Festina Rupertiwinkel), die schnellste Dame war Simone Mortier (PTSV Rosenheim) aus Inzell. 

Dem Hobbylauf stellten sich 136 Teilnehmern, darunter etliche Nordic Walker.

Neues Siegertrio beim Halbmarathon

In einer Top-Zeit von 1:14:21 Stunden lief Florian Stelze über die Ziellinie. Im vergangenen Jahr gewann derLeichtathlet den Münchner Marathon und wurde bayerischer Meister. Beim Rupertusthermen-Lauf war er das erste Mal am Start. Auch der zweitplatzierte Manfred Steger (LC Sicking) und der Dritte auf dem Podest, Danilo Friedrich (TSV Gräfelfing), waren Neulinge in Bad Reichenhall.

Die Damensiegerin Rita Brand aus der Nähe von Ingolstadt macht derzeit Urlaub am Fuschlsee und hatte sich kurzfristig für einen Start in der Kurstadt angemeldet, als Trainingslauf für den Frankfurt Marathon. Eine lohnende Entscheidung, obwohl sie Hitze eigentlich gar nicht mag. „Beim Herfahren habe ich mir schon gedacht, warum ich das bloß mache“, erzählte sie im Ziel und dass sie sich quasi von Wasser- zu Wasserstation gehangelt habe. „Ich musste echt kämpfen.“ Trotzdem verwies die Siegerin die Konkurrentinnen Ramona Niederreuther (LC Chiemgau Steigenberger) und Irmgard Weidenhiller (SV Kasing) auf die Plätze und lief die 21,1 Kilometer in einer Zeit von 1:34:25 Stunden.

Insgesamt waren beim Halbmarathon 324 Läufer und Läuferinnen gemeldet. Die Möglichkeit die Strecke zu Dritt zu laufen, nutzten 15 Staffeln. Es gewann das Trio „aufe und obe“ mit Markus Hainz, Simon Winkler und Patrick Winkler. 

Filmon Abraham siegt wieder mit Abstand

Mit 377 Startern war das 10-Kilometerrennen erneut stärker belegt als der Halbmarathon. Favorit Filmon Abraham flog wie gewohnt ins Ziel. Seine Zeit: 33:35 Minuten. Damit war er nur fünf Sekunden langsamer als im vergangenen Jahr. Der schnelle Sportler aus Eritrea läuft die drei Kilometer mittlerweile in einer Zeit von 8:37 Minuten und gehört zu den Top Ten Deutschlands. Über Platz zwei und eine Zeit von 33:58 Minuten freute sich Geburtstagskind Moritz Horn (Triathlon Potsdam e.V.) aus Ramsau. Rang drei ging an Wolfgang Klinger (LG Festina Rupertiwinkel/SC Anger). Er brauchte für die Strecke durch die Nonner Au 34:44 Minuten. 

Bei den Damen siegte Simone Mortier aus Inzell in 41:42 Minuten. Mit der Zeit war sie zufrieden. „Ich hatte unterm Laufen das Gefühl, dass ich viel langsamer bin, dabei starte ich gerne bei Sonne und Wärme. Aber ab Kilometer fünf war es wirklich hart. Alle die sich hier heute durchgekämpft haben, verdienen Hochachtung.“ Das Fazit der Siegerin: „Es ist ein schöner Lauf, man fühlt sich gut aufgehoben, es ist unkompliziert aber trotzdem professionell organisiert.“ Zweitschnellste 10er-Dame war Lena Barth (PTSV Rosenheim). Der Pechvogel verlief sich etwa 800 Meter vorm Ziel und verschenkte wertvolle Minuten. Ein ähnliches Missgeschick passierte Barth auch schon im vergangenen Jahr, als sie auf Platz drei landete. Der ging heuer an Carmen Keppler vom SV Oberkollbach. 

Bürgermeister Herbert Lackner zog nach seinem ersten 10 Kilometer- Lauf äußerst zufrieden Bilanz. Mit der Hitze kam das Stadtoberhaupt gut zurecht. „Ich bin es langsam angegangen und konnte dann bei Kilometer fünf noch zulegen.“ Sein Ziel, unter einer Stunde zu bleiben, schaffte er locker, am Ende sprang eine 52er Zeit raus. „Nächstes Jahr will ich die Strecke unter einer Stunde laufen.“ 

Hobbylauf gleichbleibend beliebt

136 Starter stellten sich dem 5 Kilometer-Volkslauf, darunter auch etliche Nordic Walker. Damit ist die kurze Distanz weiterhin auf Wachstumskurs, was die Veranstalter vom TSV Bad Reichenhall besonders freut. Sie verstehen den Rupertusthermen-Lauf von Anfang an als Volkslauf, bei dem sich alle wohlfühlen sollen. „Der Hobbylauf erleichtert vor allem Laufneulingen den Einstieg weil hier keine Ergebnisliste geführt wird, stattdessen gibt es für jeden Finisher eine Medaille“, erklärt Martin Dufter, 2. Vorsitzender des Sportvereins und Mitglied im sechsköpfigen Organisationsteam. 

Mit viel Wasser gegen die Hitze

Wie schon im Vorjahr war es auch beim 10. Rupertusthermen-Lauf ungewohnt heiß für die Jahreszeit, über 30 Grad zeigt das Thermometer an. Doch das Organisationsteam vom TSV Bad Reichenhall war vorbereitet. Mit Hilfe der Feuerwehr hatte man zusätzliche Wasserduschen auf der Strecke eingerichtet. In der Fronau halfen sogar Anwohner und schmissen ihre Sprenganlage an. 

Auch die vielen freiwilligen Helfer vom Roten Kreuz hatten ein wachsames Auge auf die Läufer und einiges zu tun. Vier Athleten mussten mit Kreislaufschwäche ins Krankenhaus transportiert werden. „Wir hoffen, dass sie sich schnell wieder erholen und danken den Sanitätern und alles Zuschauern, die spontan geholfen haben“, so Dufter. 

Am Versorgungsstand der Stadtwerke Bad Reichenhall floss das Wasser Literweise und die Wasserschläuche standen nicht still. Über 120 Helfer und Helferinnen des örtlichen Sportvereins packten mit an, so dass  die Jubiläumsausgabe der Veranstaltung ein voller Erfolg war. „Mittlerweile sind alle ein eingespieltes Team. Auch der Bauhof der Stadt ist ein zuverlässiger Partner und ohne unsere Haupt- und die vielen kleinen Sponsoren könnten wir diesen Lauf nicht auf die Beine stellen“, dankte Martin Dufter. 

Bildergalerie: Hitzeschlacht und Wasserduschen beim Rupertus-Thermen-Lauf

Oberbayerische Meisterschaft im Halbmarathon Erstmals wurden im Rahmen des Rupertusthermen-Laufes die oberbayerischen Meisterschaften im Halbmarathon ausgetragen. Laufwart des Bezirks Oberbayern Michael Rauch, lobte die Veranstaltung und überreichte bei der Siegerehrung die Medaillen. 

35 Athleten stellten sich dem Bewerb, bei dem nur starten darf, wer im Besitz eines Startpasses ist. Tagessschnellster in 01:18:18 Stunden und somit Oberbayerischer Meister in der Altersklasse M35 war Danilo Friedrich (TSV Gräfelfing). Bei den Damen legte Rita Brand (SV Kasing) mit 1:34:25 die beste Zeit hin und gewann die Altersklasse W40.

Quelle: Kathrin Thoma-Bregar

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