Pflastersanierung in Bad Reichenhall

"Es brennt der Hut"

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Pflastersanierung in Bad Reichenhall

Bad Reichenhall - Das Pflaster in Bad Reichenhall ist in die Jahre gekommen. Schwerlastverkehr rauscht täglich über die Straßen, Salzstreuung greift das Pflaster an und vieles mehr. Was ist zu tun?

Vor gut 30 Jahren wurden viele städtische Straßen zu verkehrsberuhigten Bereichen umgebaut. Porphyr in Form von Platten oder Kleinsteinpflaster wurde damals hauptsächlich verarbeitet. Verlegt wurde in der Regel auf einem hydraulischen Mörtelbett in Verbindung mit einer ebensolchen Verfugung. 

Mittlerweile ist das Pflaster in die Jahre gekommen und bedarf der Sanierung. Die Frage die sich stellt: Asphalt oder Naturstein. Der Stadtrat auf der vergangenen Stadtratssitzung war geteilter Meinung und diskutierte ausgiebig die Für und Wider von Kopfsteinpflaster aus Naturstein und Asphaltbelägen.

Hang zum Asphaltieren?

"Wir müssen mit der Optik aufpassen und sensibel mit dem Stadtbild umgehen. Es ist ein Hang zum Asphaltieren da und wenn wir nicht aufpassen, asphaltieren wir noch die ganze Fußgängerzone", so Michael Nührbauer von der Bürgerliste Reichenhall / Die Grünen. 

Gerhard Fuchs von den Freien Wählern wies daraufhin, "dass nicht die Platten kaputt sind, sondern der Unterbau. Durch eindringendes Wasser, Frostschäden und die Salzverwendung im Winter sind hier Schäden entstanden", so Fuchs. "Asphaltieren ist sinnvoll, aber bitte die Optik berücksichtigen!"

Individuelle Lösungen müssen her

Werner Huber von den Freien Wählern warnte: "Es brennt der Hut", so Huber. "Man muss sich die Frage stellen, ob alles asphaltiert werden muss oder nur dort wo Bedarf sei", er forderte: "Individuelle Lösungen müssen her".

Der 2. Bürgermeister Manfred Hofmann von der Bürgerliste Reichenhall / Die Grünen
wies daraufhin, dass "das bisherige Pflaster Charakter habe und einen gewissen Wiedererkennungswert bei den Touristen habe". 

Und weiter kritisierte er, "der Asphalt an der Luitpoldbrücke schaut nicht wirklich glücklich aus. Das Natursteinpflaster habe früher wesentlich länger wie 30 Jahre gehalten, denn damals war es nicht so vielen schweren Lastern ausgesetzt."

Kein Freibrief für Asphaltkolonnen

Und abschließend bat er noch darum, bitte "keinen Freibrief für Asphaltierkolonnen auszustellen sondern jeden Fall einzeln zu prüfen" und auch "nicht den schwarzen häßlichen Asphalt zu nehmen sondern nach Farbalternativen in anderen Schattierungen zu schauen."

Das Ergebnis ging grundsätzlich konform mit dem Beschlussvortrag. Der Stadtrat stimmt einer bedarfsabhängigen Pflastersanierung in den verkehrsberuhigten Bereichen durch Teilrückbau grundsätzlich zu und beauftragt die Verwaltung mit der sukzessiven Umsetzung im Rahmen des Straßenunterhalts.

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