Herbsttreffen der Heeresbergführer der Bundeswehr in Bad Reichenhall

Heißes Thema - Gefahrenmuster und Lawinenprobleme

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Der neue Vorstand des VDHBF von links nach rechts: Rene Hellmann, Florian Lösl, Johannes Schwegler und Sepp Hümmer.

Bad Reichenhall - Ob der Sommer wirklich sehr groß war, sei dahin gestellt. Schlecht war er aber bestimmt nicht. Dennoch ließ der vielfach periodische Regen schwierigere sommerliche Alpinunternehmungen oft nur beschwerlich gestalten.

Die Heeresbergführer der Bundeswehr trafen sich traditionell im Rahmen des Herbstreffens, vom 4. bis zum 6. November in Bad Reichenhall, welches vom Verband Deutscher Heeresbergführer (VDHBF) mit Unterstützung der Gebirgsjägerbrigade 23 organisierte wurde.

Den Auftakt bildete eine Präsentation, die nicht nur über 70 Heeresbergführer, sondern auch zahlreiche Angehörige der Bergwacht Bad Reichenhall und Polizeibergführer aus dem Berchtesgadener und Chiemgauer Raum begeisterte.

Christoph Mitter, Lawinenforscher, wird dem Publikum durch den 1. Vorstand präsentiert

Es referierten Christoph Mitterer zum Thema „Gefahrenmuster – Lawinenprobleme“ und Patrick Nairz vom Tiroler Lawinenwarndienst mit Blick auf Altschnee- und Nassschneeproblematiken.

Georg Kronthaler untermauerte die Systematische Schneedeckendiagnose des Bayerischen Lawinenwarndienstes mit neuen statistischen Ergebnissen.

Christoph Mitter, Lawinenforscher, trägt zu Thema "Gefahrenmuster und Lawinenprobleme" vor.

Nach wie vor keine akzeptierte Vorgangsweise zur Beurteilung von Einzelhängen gefunden

Leider ist deren Einzelhangbeurteilung mittels des „Kleinen Blocktests“, trotz bester Trefferquoten, immer noch keine allgemein akzeptierte Vorgehensweise in der Beurteilung von Einzelhängen. Der Traum von der schnellen, kausalen Lösung für „Jedermann“ wäre natürlich wünschenswert, verbaut aber möglicherweise sehr realistische Ansätze, insbesondere für ausgebildetes Fachpersonal.

Überrascht hat in besonderem Maße Frau Oberregierungsrätin Heidi Schmid aus Altenstadt, die in einer sehr spannenden Weise interessante Aspekte zum Thema „Klimawandel und Auswirkungen auf Witterung und Wetter im Alpenraum“ vortrug.

Neuer Vorstand gewählt 

Neben zahlreichen internen Themen des VDHBF im Rahmen der Vollversammlung am Sonnabend wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. An der Spitze bleibt weiterhin Oberstleutnant Johannes Schwegler aus Piding. Josef Hümmer aus der Oberau bei Garmisch Partenkirchen füllt weiter das Amt des Kassiers aus. Den zweiten Vorsitz übernahm Major Florian Lösl, der möglicherweise im nächsten Jahr zum Leiter der Heeresbergführerausbildung ansteht.

Altmeister Alois Lösl (li) und einer der Vereinsbegründer Helmut Lieb beim "Fachsimpeln".

Lösl´s Vater hatte bereits viele deutsche Heeresbergführer als Lehrgangsleiter erfolgreich geprägt. Als neuer, Schriftführer tritt Stabsfeldwebel Rene Hellmann aus Marzoll in Amt und Würden.

Lebende Legende der Watzmann Ostwand, Heinz Zembsch, mit seiner Frau Christel.

Hellmann ist im Landkreis auch ein alter Hase in der Szene des Skitourenrennsports. Als ranghöchster Heeresbergführer begleitete die Gesamtveranstaltung Brigadegeneral Dag Baehr vom Kommando Spezialkräfte.

Auch Brigadegeneral Alexander Sollfrank beehrte am Samstagabend seine Heeresbergführer und zeigte sich beeindruckt von der Geschlossenheit dieser „Community“.

Den Abschluss der Veranstaltung formte Militärpfarrer Andreas Vogelmeier. Im Gedenken an die verstorbenen und verunglückten Kameraden Sigi Röthlingshöfer, Hermann Gschirr, Klaus Pfeifer und Profibergführer Ralf Tennbrink gab er den Heeresbergführern Gedanken eines „Guten Hirten“ mit auf den Weg.

Pressemeldung Verband Deutscher Heeresbergführer e.V.

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