St. Rupertus - der Apostel Bayerns

Der "neue" Heilige der Rupertus-Therme

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Einweihung und Segung "St. Rupertus" in Bad Reichenhall

St. Rupertus gilt als der „Apostel Bayerns“. Er ist außerdem der Landesheilige Salzburgs und der Patron des Bad Reichenhaller Salzes. 

Auf Anregung des Bad Reichenhaller Stadtarchivars Dr. Johannes Lang wurde nun eine Bronzeskulptur bei dem Künstler Walter Angerer dem Jüngeren in Auftrag gegeben.

Feierliche Segnung und Einweihung

Oberbürgermeister Dr. Georg Lackner, Kurdirektorin Gabriella Squarra, der Künstler Walter Angerer, Stadtarchivar Dr. Johannes Lang sowie die beiden Geistlichen Gerhard Prell (Evangelische Kirchengemeinde Bad Reichenhall) sowie Korbinian Birnbacher (Erzabt der Erzabtei St. Peter in Salzburg) enthüllten und segneten die Skulptur am heutigen Dienstagnachmittag.

Bilder: Der "neue" Heilige der Rupertus-Therme

"Ich freue mich, dass wir mit dieser Statue Bad Reichenhall seinen Gründungsmythos zurückgegeben können", so Dr. Lang in seiner Rede. "Ich hoffe, dass sie den Bad Reichenhallern gefallen wird", so Walter Angerer und weiter". 

Diese Skulptur wird jeden Tag anders ausschauen".

Die Entdeckung der Reichenhaller Solequellen

Der adelige Rupertus kam als Bischof von Worms Ende des 7. Jahrhunderts nach Regensburg. Er taufte den Bayernherzog Theodo und erhielt von diesem den Auftrag, Bayern im christlichen Sinne zu missionieren

Auf seiner Suche nach einem geeigneten Bistumssitz gelangte Rupertus 696 in die ehemals römische Stadt.

Die Legende vom Salz

Eine im Mittelalter entstandene Legende besagt, dass der Heilige noch im selben Jahr Reichenhall besuchte. Er wurde an die Stelle geführt, an der einstmals ein Brunnen mit Salzwasser gestanden hatte

Der Solebrunnen, so die die Legende, wurde während der Zeit der Völkerwanderung durch die hunnischen Reiterhorden König Attilas derart verwüstet worden, dass man ihn nicht mehr auffinden konnte. 

Rupertus, der um die Bedeutung des Salzes wusste, schlug mit seinem Bischofsstab gegen einen Fels, woraufhin erneut Sole aus dem Boden sprudelte.

Daraufhin wies der Heilige wies nun seine Begleiter an, weiter nach den Quellen zu schürfen, so dass der Solebrunnen neu ergraben und in der Folge zum Quell des bayerischen Salzes und zur Lebensgrundlage Reichenhalls wurde.

Gründungsmythos Bad Reichenhall

Bei allem Mythos, findet sich aber auch bei dieser Geschichte eine historische Wahrheit. St. Rupertus erhielt für die Errichtung eines kirchlichen Zentrums in Iuvavum ein besonders kostbares Geschenk von Herzog Theodo. Er vermachte ihm ein Drittel der Reichenhaller Solequellen.

Aus den Gewinnen der Salzerzeugung schöpfte die neu gegründete Kirche fortan ihren Reichtum. Das Ergebnis: Iuvavum erhielt kurz nach der Mitte des 8. Jahrhunderts einen neuen Namen, nämlich „Salzburg“.

St. Rupertus galt bereits im Hohen Mittelalter als einer der wichtigsten Heiligen Reichenhalls und insbesondere der Saline. Das mittlerweile eigenständige  Fürsterzbistum Salzburg erhob ihn im Verlaufe des 15. Jahrhunderts zu seinem Landespatron und stellte ihn in der Kunst mit dem Attribut eines Salzfasses dar. 

Die neue Statue

Die Reichenhaller Darstellung hingegen zeigt ihn als jugendliche Erscheinung und in dem Moment der legendenhaften Entdeckung der Solequellen. So auch in dieser Darstellung des Bad Reichenhaller Künstlers Angerer der Jüngere. 

Im Namen der Bad Reichenhaller Therme bleibt St. Rupertus bis heute in lebendiger Erinnerung; die darin befindliche Sole entströmt bis heute jenen Quellen, die der Heilige der Legende nach im Jahre 696 entdeckt hat.

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