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Betrugsmasche bei Ebay-Kleinanzeigen

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Bad Reichenhall - Ob Autozubehör, Notebooks oder Kleidungsstücke bei Ebay-Kleinanzeigen wird eigentlich alles verkauft. Vor einem Verkäufer hat uns jetzt ein Nutzer von BGLand24 ausdrücklich gewarnt:

Er nennt sich Samuel Rieger, Matthias Ehre oder Ingo Geiger gibt zu jedem Namen eine andere bestehende Kontonummer an und schickt sogar eine Kopie eines Personalausweises mit. Auch eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen wird genannt. Alles Faktoren, die nicht nur unseren Nutzer in seine Falle tappen ließen.

"Ich bin wirklich äußerst vorsichtig, was Einkäufe im Internet angeht", betont er uns gegenüber. "Aber das Schweißgerät, das ich kaufen wollte, war ein fairer Kauf, kein Ramsch und preislich mit 520 Euro absolut in Ordnung." Am 18. November nahm der Geschädigte Kontakt zu dem genannten Verkäufer auf. Der bot ihm an, sobald das Geld auf dem angegeben Konto sei, die gewünschte Ware zu liefern. "Auch die Abholung wäre möglich gewesen."

Alles Masche, weiß mittlerweile nicht nur unser Nutzer. Mehrere Geschädigte tauschen sich in entsprechenden Foren aus und warnen vor Käufen bei Samuel Rieger oder einem seiner anderen Namen. "Insgesamt sind uns sechs verschiedene Namen und Kontonummern bekannt", heißt es von Seiten der Bad Reichenhaller Polizei. Sie wurde auf den Fall aufmerksam, als andere Dienststellen aus ganz Deutschland sich nach dem Verkäufer in der Ahornstraße 5 b in Bad Reichenhall erkundigten.

Schnell war geklärt, dass es den Herren unter dieser Adresse nicht gibt. Sämtliche Namen sind erfunden, die Ausweise gefälscht. Einzig die Konten gibt es wirklich. "Es wurde festgestellt, dass die eingegangenen Summen schnell ins Ausland überwiesen werden", so die Polizei weiter. "Die Ware wird aber nie geliefert." Sie warnt ausdrücklich vor Käufen im Internet. "Ebay-Kleinanzeigen ist gedacht, dass man sich in der Region die Ware direkt beim Verkäufer abholt und bezahlt. Dann hat man Sicherheit. Bei Vorkasse ist immer erhöhte Vorsicht geboten!"

Den Geschädigten - noch ist unbekannt, um wie viele es sich handelt - kann die Polizei derzeit wenig Hoffnung machen: "Es handelt sich um einfachen Betrug. Der Mann nutzt falsche Namen und Ausweise. Wir wissen also nicht, wo wir suchen sollen." Ganz aussichtslos ist es aber nicht. Der Polizei in Grassau ist vor ziemlich genau einem Jahr ein Betrüger ins Netz gegangen, der ähnlich agiert hat.

cz

Rubriklistenbild: © dpa - picture alliance/Symbolbild

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