3. Kompanie übernimmt Auftrag in Estland

Übergabe der Gebirgsjäger erfolgreich abgeschlossen

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Soldaten bei der Übergabe. Alles wird kontrolliert, nicht das kleinste Detail wird übersehen.

Bad Reichenhall/ Tapa - Die 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 übernimmt im Rahmen der NATO Assurance Maßnahme PERSISTENT PRESENCE in Estland den Staffelstab von ihren Vorgängern:

Hochstaufen-Kaserne, kurz vor acht Uhr morgens: In gespannter Erwartung auf die bevorstehende Zeit in Estland sitzen die Soldaten auf ihren Gepäckstücken. Alle warten auf den Befehl des Kompaniechefs zum Aufsitzen auf den Bus, der sie zum Flughafen nach Salzburg bringen wird. 

Ein Vorauskommando der 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 hat bereits fünf Tage zuvor an den Einsatzort Tapa, eine kleine estnische Garnisonsstadt, 100km ostwärts von Tallinn, verlegt. Dort wird die Übernahme des Einsatzauftrages von der 2. Kompanie aus dem Reichenhaller Bataillon in Angriff genommen, so dass nach Eintreffen der Hauptkräfte ohne Verzögerung der zweite Teil der dann insgesamt drei monatigen Beistandsverpflichtungen Deutschlands im Zuge der Assurance Maßnahmen der NATO für die baltischen Staaten fortgesetzt werden kann.

Die Kameraden der 2. Kompanie schließen indes in Tapa alle Maßnahmen ab, um ihren Nachfolgern bestmögliche Voraussetzungen für die nächsten sechs Wochen zu ermöglichen. Ihnen ist sichtlich die Vorfreude anzusehen, in die Heimat zurück zu kehren, zu ihren Familien und Freunden.

Hinter der 2. Kompanie der Reichenhaller Jager liegen intensive und fordernde Wochen. In dieser Zeit hatten sie auch vor allem die Gelegenheit, sich auf den bevorstehenden Einsatz 2017 in Mali vorzubereiten.

Enger Zeitplan bei der Übergabe

Nach einem fünfstündigen Flug im Transportflugzeug Transall landen die Soldaten der 3. Kompanie am Flughafen Tallinn. Nach dem Transfer zur Kaserne in Tapa werden die Kameraden mit Freude erwartet. Die Ablösung ist da! Doch der Zeitplan ist eng gestrickt. Stuben beziehen, Ausrüstung verstauen, verpflegen. Am nächsten Tag stehen Einweisungen und Übergaben an. Ohne große Umschweife geht es an die sogenannten Übergabegespräche. Der Chef der 2. Kompanie führt seinen Nachfolger in die Aufgaben und die aktuelle Lage vor Ort ein.

Anschließend erkunden sie zusammen den nahe gelegenen Übungsplatz, welchen die 3. Kompanie in den nächsten Wochen bald bestens kennenlernen wird. Besonders die Zug- und Gruppenführer haben ein umfangreiches Aufgabenpaket abzuarbeiten. Sie müssen innerhalb weniger Tage unter anderem mehrere Gefechtsfahrzeuge mit Ausrüstung, Waffen, IT sowie einen Berg an Ausbildungsunterlagen übernehmen. Doch am Ende ist aufgrund der durchdachten Vorbereitung der 2. Kompanie die Übergabe noch vor dem eigentlichen Termin abgeschlossen.

Zweite Kompanie freut sich auf die Heimat

Am Dienstag, den 16. August, ist es dann soweit: Die 2. Kompanie verlässt Estland auf dem Weg in die Heimat, Bad Reichenhall. Die Kameraden konnten ihre Fähigkeiten vertiefen und sind für die kommenden Herausforderungen bestens gewappnet.

Am selben Tag erreichen die Hauptkräfte der 3. Kompanie die Kaserne in Tapa. Ab jetzt ist jede Minute zur Vorbereitung der nun anstehenden Aufgaben zu nutzen. Trotz dieses für alle fordernden Auftakts haben sich aber alle in kurzer Zeit in der estnischen Kaserne gut eingelebt.

Salzburg Flughafen, den 16. August, 17.30 Uhr Ortszeit: Sichtlich erleichtert steigen die Soldaten der 2. Kompanie aus einer deutschen Luftwaffenmaschine. Die Reichenhaller Jager freuen sich auf das Wiedersehen mit Familie und Freunden.

Pressemitteilung Ulrich Sailer, Oberleutnant, Bundeswehr

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