Europa-Union Berchtesgadener Land 

Freundschaft zu Polen verstärkt

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Die Reisegruppe vor der Bunkeranlage in Konewka.

Bad Reichenhall / Polen - Wie schon in den vergangenen Jahren hat sich kürzlich die Europa-Union Berchtesgadener Land gemeinsam mit 20 Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule Bad Reichenhall auf den Weg nach Polen gemacht.

Besucht wurde dort der seit 2007 offizielle Partnerlandkreis des Berchtesgadener Landes, Belchatow. Vom dortigen Landrat Waldemar Wyczachowski wurde man nach der Ankunft höchstpersönlich in Empfang genommen und indem er gleich zwei junge Damen aus Bayern in seiner Familie für die Zeit des Aufenhalts aufnahm, verdeutlichte er, "welch hohen Stellenwert die Partnerschaft mit Bayern für ihn hat", so der mitgereiste Kreisvorsitzende der Europa-Union Berchtesgadener Land, Stefan Wieneke, in seinen begrüßenden Worten. 

Am darauffolgenden Tag hatten die Schülerinnen, welche allesamt in Gastfamilien untergebracht waren, die Möglichkeit, diese besser kennenzulernen. Denn diesen Tag organisierte jede Gastfamilie selbstständig. Mit den Erwachsenen ging es auf einen Ausflug nach Breslau, an welchem man großen Gefallen fand. 

Mit dem offiziellen Besuchsprogramm wurde dann am nachfolgenden Tag begonnen, als die Schülerinnen zunächst mit einem kleinen Bummel die Stadt Belchatow kennenlernen konnten, bevor es in die nahegeliegende Stadt Konewka ging. Dort besichtigte man eine oberirdische Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg, welche von den Nationalsozialisten vor allem für das Unterbringen von Zügen gebaut worden war. 

Die Schülerinnen, die mitgereisten Lehrkräfte Direktorin Ruth Schliebs und Maria Bauer und auch die mitgereisten erwachsenen Teilnehmer aus der Europa-Union zeigten an der Anlage sichtlich großes Interesse, hatte sie doch mit ihren vielen Gängen und abgedunkelten Räumen etwas geheimnisvolles an sich - auch wenn man versteckte Schatzzüge aus dem 2. Weltkrieg oder gar das Bernsteinzimmer nicht finden konnte. 

Größtes Kraftwerk Europas besichtigt

Im Anschluss daran wurde ein polnisches Olympiazentrum besichtigt. Hier wurde den Gästen veranschaulicht, wie sich polnische Leistungssportler auf ihre Wettkämpfe vorbereiten. Tags darauf ging es zurBesichtigung des größten europäischen Kohlekraftwerkes in Belchatow. Von der Größe der Anlage und von den vielen technischen Details, welche den Teilnehmern gezeigt wurden, zeigte man sich sehr beeindruckt. Auch ging es mit dem Fahrstuhl auf einen riesigen Braunkohle-Meiler, von dem aus man einen gewaltigen Ausblick auf die gesamte Anlage und die Gegend rund um Belchatow hatte. 

Am Nachmittag wurde dann noch eine Einrichtung des polnischen Militärs in Belchatow besichtigt und dort hieß es dann auch schon wieder beim gemeinsamen Grillabend langsam von den neugewonnenen Freunden Abschied nehmen. 

EU-Kreisvorsitzender Stefan Wieneke betonte in seinen dankenden Worten zum Abschied die Wichtigkeit solcher Austauschprogramme: "Die große Politik in Europa schafft es zur Zeit leider nicht immer, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und nach vernünftigen Lösungen der Probleme zu suchen! Daher ist es umso wichtiger, dass sich die europäische Jugend trifft und Freundschaften bildet. Denn diese bestimmen später einmal die Zukunft unseres gemeinsamen Europas", so Wieneke. 

Partnerschaft sinnvoll für europäischen Frieden

Entgültig "do widzenia" (auf Wiedersehen) sagen musste man dann am nächsten Morgen, als der bayerische Bus Belchatow in Richtung Krakau verließ, wo man noch eine Nacht verbrachte. Auf dem Weg dorthin ging es aber zunächst nach Czestochowa, wo man im Paulinerkloster die weltberühmte Schwarze Madonna besichtigte. Angekommen in Krakau gab es dann dort vom Europa-Unions Schatzmeister Hermann Kagerer eine Stadtführung durch die wunderschöne polnische Metropole. 

Anschließend ließen die Teilnehmer bei sehr schönem Wetter und einladender Atmosphäre die Polenreise ausklingen, bevor es am Tag darauf wieder auf dem Weg nach Hause ging. Europa-Union und Maria-Ward-Realschule waren sich am Ende der Reise einig, dass diese Partnerschaft sehr sinnvoll im Sinne des europäischen Friedens sei und daher weiter fortgeführt werden müsse. Den polnischen Freunden hat man daher inzwischen eine Einladung zum Gegenbesuch im kommenden Jahr ausgesprochen.

Pressemitteilung Europa-Union Berchtesgadener Land

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