Arbeitsreicher Sonntag für die Bergwacht

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Bad Reichenhall - Schlag auf Schlag ging es am Sonntag für die Einsatzkräfte der Bergwacht Bad Reichenhall: Sie mussten zu vier Einsätzen innerhalb von fünf Stunden ausrücken.

Zu insgesamt vier Einsätzen in Folge musste die Bergwacht Bad Reichenhall am Sonntag ausrücken:

Gegen 14.30 Uhr war eine 24-jährige Salzburgerin im Pidinger Klettersteig bewusstlos geworden und gestürzt. Kurz nach 17 Uhr wurden die Einsatzkräfte zum Gipfel des Dreisesselbergs im Lattengebirge gerufen, wo ein 39-jähriger Münchener mit Kreislaufschwäche auf Hilfe wartete. Während der Rettungsaktion ging ein weiterer Notruf vom Sonntagshorn ein, wo zwei Bergsteiger beim Abstieg in wegloses Gelände geraten waren. Zu guter Letzt mussten die ehrenamtlichen Bergretter gegen 21.30 Uhr einen Mann und eine Frau vom Waxriessteig retten, die im Abstieg vom Predigtstuhl von der Dunkelheit überrascht worden waren.

Die 24-jährige Salzburgerin war im Pidinger Klettersteig auf der Nordseite des Hochstaufens unterwegs, als sie oberhalb des ersten Notausstiegs plötzlich bewusstlos wurde und stürzte. Ihr Begleiter setzte sofort per Handy einen Notruf ab, woraufhin die Integrierte Leitstelle Traunstein die Bergwacht Bad Reichenhall und den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ alarmierte. Der Pilot brachte einen Bergwacht-Luftretter am 25 Meter langen Rettungstau zur Patientin, die mittlerweile wieder ansprechbar und nach erster Einschätzung nur leicht verletzt war. Retter und Patientin konnten danach per Tau zum Zwischenlandeplatz an der Kochalm geflogen werden, wo die Österreicherin in die Maschine umgelagert und danach zum Salzburger Landeskrankenhaus geflogen wurde.

Kurz nach 17 Uhr musste die Reichenhaller Bergwacht zum Gipfel des Dreisesselbergs im Lattengebirge ausrücken, wo ein 39-jähriger Wanderer aus München mit einer Kreislaufschwäche auf Hilfe wartete. Nach einer Zwischenlandung in Bayerisch Gmain flog die Besatzung von „Christoph 14“ ihren Notarzt und einen Bergwacht-Luftretter am 15 Meter langen Rettungstau zum Gipfel, wo der Mann medizinisch erstversorgt und in einem Rettungssitz gesichert wurde. Zusammen mit dem Arzt wurde er am Tau gesichert ins Tal geflogen und an eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übergeben, die den weiteren Transport zur Kreisklinik Bad Reichenhall übernahm. Im Anschluss holte der Pilot noch die Begleiterin des Mannes und den am Berg verbliebenen Luftretter per Tau ab und brachte sie ins Tal.

Während des Einsatzes ging bei der Integrierten Leitstelle ein Notruf vom Sonntagshorn ein, wo sich zwei Wanderer im Abstieg verirrt hatten und im unwegsamen Gelände nicht mehr weiterkamen. Die unverletzten Bergsteiger wurden im Bergwald in rund 1.300 Metern Höhe vom Polizeihubschrauber aus gesichtet, per Rettungswinde aufgenommen und sicher ins Tal geflogen. Gegen 21.30 Uhr alarmierte die Leitstelle den Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht erneut: Zwei Urlauber waren im Abstieg vom Predigtstuhl von der Dunkelheit überrascht worden und im Waxriessteig in Bergnot geraten, da sie keine Taschenlampen dabei hatten. Sechs Einsatzkräfte der Bergwacht stiegen zu Fuß auf und trafen bereits nach 15 Minuten auf den 60-jährigen Mann und die 74-jährige Frau, die beide unverletzt ins Tal begleitet wurden.

Die Reichenhaller Bergwacht war bei den vier Einsätzen mit bis zu neun Einsatzkräften gleichzeitig rund fünf Stunden lang gefordert.

Markus Leitner/BRK BGL

Rubriklistenbild: © pa

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