AlpenKLASSIK: intim und emotional

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Hans Hawlitschek, Manfred Adldinger, Gabriella Squarra, Klaus Lauer und Tommaso di Renzo zogen nach zwölf Tage AlpenKLASSIK Bilanz.

Bad Reichenhall - Die Verantwortlichen haben über das diesjährige Sommerfestival AlpenKLASSIK Bilanz gezogen.

Anspruchsvolle Programme, hochkarätige Solisten und leidenschaftliche Darbietungen vereinten sich zum wohltuenden Hochgenuss beim diesjährigen kammermusikalischen Festival AlpenKLASSIK vom 21. August bis 1. September. Bereits zum sechsten Mal bildete die AlpenKLASSIK nun schon den gesellschaftlichen und kulturellen Höhepunkt in  Bad Reichenhall. Unter den zahlreichen namhaften Künstlern gaben sich unter anderem der französische Klaviervirtuose Jean-Efflam Bavouzet, die amerikanische Stimmkünstlerin Caron McFadden sowie die deutsche Ausnahmeviolinistin Isabelle Faust ein Stelldichein im einzigartigen Ambiente der stilvollen historischen Spielstätten.

Nach Abschluss dieses großartigen Musikfestivals, welches Stammpublikum sowie neue Gäste durch ein abwechslungsreiches sowie anspruchsvolles Programm gleichermaßen begeisterte, luden die Kur-GmbH Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain durch Kurdirektorin Gabriella Squarra und Intendant Klaus Lauer zur abschließenden Pressekonferenz. Neben Squarra und Lauer standen Hans Hawlitschek (Bürgermeister Bayerisch Gmain), Manfred Adldinger (2. Bürgermeister Bad Reichenhall), und Tommaso Di Renzo (Manager Hotel Residenz Bavaria Bad Reichenhall) den anwesenden Medienvertretern Rede und Antwort.

Squarra präsentierte interessante Rückblicke auf das kammermusikalische Ereignis der Extraklasse sowie interessante Zahlen und Fakten rund um die sechsten AlpenKLASSIK. Die 14 Konzerte waren durchschnittlich von 143 zahlenden Gästen besucht was einen leichten Anstieg der Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Obwohl bei den Einnahmen ein leichte Minus zu verzeichnen war zeigte man sich stolz ob der "hochkarätigen“ Gäste die Anfahrten bis zu 100 km auf sich nahmen um dem Festival beizuwohnen.

Dieses Jahr teilte sich das Festivalprogramm in die drei Themenbreiche "French Connection", "Bach umkreisend" sowie "Philharmonisches". So hörte man bei der „French Connection“ französische Klänge von Debussy oder Ravel und sowie eine  Uraufführung von ‚composer in residence’ Bruno Mantovani. „Bach umkreisend“ gestalteten sich die Darbietungen im zweiten Teil mit Stücken von natürlich Johann Sebastian Bach, aber auch Felix Mendelssohn Bartholdy oder Ludwig van Beethoven. „Philharmonisches“ bat die Bad Reichenhaller Philharmonie, unter der Leitung von Thomas Mandl, unter anderem mit einer Uraufführung von Johannes Motschmann, Schüler von Rihm und Kyburz.

Spaziergang durch alte Zeiten

Kurdirektorin Gabriella Squarra betonte, dass gerade die Fokussierung auf das Genre Kammermusik gut zu Bad Reichenhall passe. Die besondere Atmosphäre des Ortes lade Jung wie Alt ein, die Seele baumeln zu lassen. Auch die vielen gepflegten Parks, die prunkvollen Säle des Königlichen Kurhauses und die dort herrschende besondere Akustik würden von Gästen und Künstlern sehr gelobt. Ein schon fast intimer, emotionaler Charakter des Festivals war spürbar: „Die Gäste lernen sich kennen, treffen sich bei Konzerten und diskutieren über die erlebten Eindrücke“, so Squarra.

Gerade die Gäste, die Bad Reichenhall zum ersten Mal besuchten, schwärmten von der Kurstadt, von den herzlichen Gastronomen und Geschäftsleuten, von dem besonderen Flair. Diese neuen, musikbegeisterten Gäste sollen nach dem Wunsch der Kurdirektorin zu den kommenden treuen Stammgästen werden.

Intendant Klaus Lauer der über 30 Jahre lang die Römerbad-Musiktage in Badenweiler begleitete, berichtete stolz über die eingefleischten Fans, die wahrlich beeindruckenden Rezensionen sowie das Fehlen von Ausfällen und Absagen während des gesamten Festivals.

Als Ziel für die zukünftigen AlpenKLASSIKs nannte Squarra neue Urlaubsgäste für Bad Reichenhall zu gewinnen wobei diese Zielgruppe an Kennern und Liebhabern zukünftig noch viel genauer analysiert werden wird. Squarra erklärte es ebenfalls zu einem Ziel des Festivals den 25- bis 30-jährigen einen Zugang zu klassischer Musik zu eröffnen. Vergünstigungen für Schüler und Studenten sowie die Nutzung von "social networks" werden zukünftig für noch bessere Information gerade dieser Zielgruppen beitragen.

Natürlich durfte ein Ausblick auf das Programm der - im nächsten Jahr zum siebenten Mal stattfindenden – AlpenKLASSIK nicht fehlen. Kenner und Liebhaber kommen nächstes Jahr vom 19. bis zum 29. August erneut in den Genuss erlesener Kammermusik. Im Mittelpunkt der, wieder in drei Themenbereiche geteilten, zwölfteiligen Konzertserie stehen der französische Komponist Pierre-Laurent Aimard, die Zeit des Übergangs von der Romantik zu Moderne sowie Darbietungen des virtuosen Orchester der Bad Reichenhaller Philharmonie.

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