Übung "African Lion" in Marokko

Gebirgsjäger übten mit marokkanischen Soldaten

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Ein Soldat der niederländischen Streitkräfte bei der Waffenausbildung mit einem marokkanischen Soldaten.

Bad Reichenhall/Marokko - Vom 18. bis 27. April nahmen zwölf Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland, darunter sechs Angehörige der Gebirgsjägerbrigade 23, an der Übung "African Lion" in Nordafrika teil.

Mit einer Eröffnungszeremonie wurden die insgesamt zwölf Nationen, zu denen unter anderem Kanada, Spanien, Italien und Großbritannien zählten, begrüßt.

Die Partnernationen an einem Tisch. Bei gemeinsamen Besprechungen wurde dasweitere Vorgehen im Rahmen der Übung „African Lion“ 2016 abgestimmt. 

Unter der Leitung des United States Africa Command (USAFRICOM), einem Regionalkommando der US-Streitkräfte in Afrika, wird die Übung schon seit vielen Jahren durchgeführt. Absicht ist es hierbei die marokkanischen Streitkräfte für internationale Aufgaben unter Einbindung multinationaler Partner zu professionalisieren.

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Übung vor allem auf der Abstimmung des NATO- Führungsprozesses zwischen den teilnehmenden Nationen.Parallel dazu fand für die marokkanischen Soldaten unter anderem eine Waffen- und Checkpointausbildung statt. In einer Militärbasis in Agadir und Tifnit trainierten die insgesamt 750 Soldaten während des gesamten Zeitraums. Zur Synchronisierung der Stabsprozesse wurde die Übung in diesem Jahr mit Hilfe eines computergestützten Simulationssystems der amerikanischen Streitkräfte durchgeführt. Taktische Szenarien konnten hiermit in Echtzeit am Computer dargestellt und durchlaufen werden. 

Oberstleutnant Patrik Martin ist in der Abteilung der Militärischen Ausbildungsunterstützung in der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall eingesetzt. Er war der Führer der deutschen Delegation während der Übung."Die Übung „African Lion" war gut und wir haben viel gelernt. Wir konnten nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessern und uns im Bereich der interkulturellen Kompetenz weiterbilden, sondern haben uns auch im NATO-Führungsprozess beüben können. Es hat sich gezeigt, dass die deutsche Ausbildung gut ist und wir konnten wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Stabsprozesse im multinationalen Rahmen beitragen."

Mit Hilfe eines amerikanischen Computersystems wurden taktische Szenarien dargestellt.

Nach der Abschlusszeremonie am 27. April ging es für die deutsche Delegation wieder nach Hause. Ab Juli geht es bereits mit den Planungen für "African Lion" 2017 los, dabei werden die taktischen Szenarien im nächsten Jahr nicht am Computer, sondern als reale Gefechtsübung mit Volltruppe durchgeführt. Die Gebirgsjägerbrigade 23 wird sich dann mit einer verstärkten Infanteriekompanie an der multinationalen Übung beteiligen.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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