Kriege, Aufschwung und Lawinen - 100 Jahre Schneizlreuth

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Schneizlreuth - Am Mittwoch hatte die Gemeinde Schneizlreuth ihren 100. Geburtstag. Gefeiert wird aber erst Ende des Monats. **Video**

Alles begann am 1. Juli 1909 mit der Zusammenlegung der Gemeinden Ristfeucht nördlich der Saalach und Jettenberg südlich der Saalach. Aus diesen beiden Dörfern wurde Schneizlreuth.

So richtig in Schwung sei die Gemeinde eigentlich erst nach dem zweiten Weltkrieg gekommen, erinnert sich Bürgermeister Klaus Bauregger. In dieser Zeit entwickelte sich das Dorf im wirtschaftlichen und touristischen Bereich. Firmen siedelten sich an und schufen Arbeitsplätze. Die Gemeinde konnte durch die Mehreinnahmen mehr investieren.

„Wir könnten den Bedarf an Arbeitsplätzen für unsere Einwohner derzeit komplett abdecken. Einzig aufgrund der Qualifizierung kommen auch Auswärtige nach Schneizlreuth zum Arbeiten“, zeigt sich Bauregger mit der aktuellen Situation in seiner Gemeinde zufrieden.

Das neue Denkmal für die Schlacht am Bodenberg soll Schneizlreuth einen touristischen Aufschwung bringen.

Deshalb wird auch das Jubiläum ausgiebig gefeiert und nicht nur die 100 Jahre Schneizlreuth. Auch 200 Jahre Franzosenkriege am Bodenberg werden mit einem neuen Denkmal gewürdigt. So können auch der Pinzgau und der Pongau in die Feierlichkeiten mit eingebunden werden. Es soll einen Festsommer mit verschiedenen Veranstaltungen in den verschiedenen Gemeinden geben.

In Schneizlreuth sind die von 30. Juli bis 2. August mit einem Hogart, einem großen Fest, einer Jugend-Party und der Einweihung des neuen Denkmals. Das alte Denkmal am Bodenberg, das an die Schlacht an eben diesem Ort erinnern soll, fällt fast nicht auf. Jetzt wird es eines in der Nähe des Rathauses geben, von wo die Wanderer und Radfahrer aufbrechen. Das neue Denkmal könnte somit dem Dorf Schneizlreuth wieder einen touristischen Auftrieb geben.

Lawinenschutz für Schneizlreuth

Denn die traurige Berühmtheit, die die Gemeinde dadurch erlangt hat, das im Winter bereits mehrmals sämtliche Zufahrtsstraßen aufgrund von Lawinengefahr gesperrt werden mussten, ist nicht unbedingt positiv. Trotzdem ist Klaus Bauregger zuversichtlich, dass die Werbung durch die geplante neue Lawinenverbauung im Nachhinein doch noch gut für die Gemeinde ausgeht.

Rubriklistenbild: © cz

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