Verurteilter Räuber muss 955 Tage absitzen

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Freilassing - Trotz einer drohenden Haftstrafe von knapp drei Jahren sowie eines rechtskräftigen Einreiseverbotes für Deutschland, reiste am Dienstagnachmittag ein 28-jähriger Slowake mit dem Reisezug von Salzburg nach München.

Die Quittung erhielt er von den Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein noch im Zugabteil. Er wurde festgenommen und an die Kollegen der Polizeiinspektion 16 am Münchner Hauptbahnhof übergeben. Gegen 13 Uhr hatten Schleierfahnder den alleinreisenden EU-Bürger in der Regionalbahn überprüft und aufgrund zweier aktueller Festnahmeersuchen verhaftet.

Wegen bewaffneten Raubes war der gelernte Mechaniker im Jahre 2003 von der Landshuter Justiz zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nach „Erlass“ von 955 Tagen Reststrafe wurde der Slowake im November 2007 in seine Heimat abgeschoben. Gleichzeitig erließ die zuständige Münchener Ausländerbehörde wegen der Schwere der Tat ein Einreiseverbot für das Bundesgebiet. Die geplante Besuchsreise in München brachte dem Osteuropäer jetzt einen mehrjährigen JVA-Aufenthalt ein.

Die lediglich „gestundete“ Reststrafe muss er nun vollständig ableisten. Bezüglich der widerrechtlichen Einreise droht dem Mann im Falle einer Verurteilung eine Verlängerung.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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