Schleierfahnder schwimmen erfolgreich im Pfingstreiseverkehr mit

Am falschen Ende eingespart: Slowene überführt teures Auto illegal

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Traunstein - Am Pfingstwochenende gingen den Schleierfahndern mehrere Straftäter ins Netz: von der illegalen Fahrzeugüberführung bis zur Missachtung der Wiedereinreisesperre.

Trotz der überfüllten Straßen am letzten Pfingstferienwochenende behielten die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein den Überblick und zogen einige Straftäter - im wahrsten Sinne des Wortes - aus dem Verkehr. Zunächst erwischte es am vergangenen Freitag einen 55-jährigen Slowenen der tatsächlich für seine Autoneuerwerbung im Wert von über 20.000 Euro die anfallenden „Überführungskosten“ von rund 150 Euro mittels gefälschter Zulassung sparen wollte.

Neben den beiden am BMW X1 angebrachten „roten Händlerkennzeichen“ mit nachgeahmten Zulassungsplaketten handelte es sich auch bei den mitgeführten Fahrzeugpapieren - wie dem Fahrzeugscheinheft und der so genannten „Grünen Karte“ als Versicherungsnachweis - um Falsifikate.

Durch "Rote Kennzeichen" ertappt

Aufgeflogen war die ganze Aktion am 27.05.2016, gegen 14:00 Uhr auf der Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg, kurz vor der Ausfahrt zur Rastanlage Piding-Süd. Der routinierten Streifenbesatzung waren zunächst die „roten Kennzeichen“ aus München suspekt. Nachdem auch die anschließende Computer-Recherche darauf hindeutete, dass hier etwas nicht stimmen konnte, lotsten die Schleierfahnder den slowenischen Rentner mitsamt seines Neuerwerbs zur Dienststelle nach Urwies.

Im Falle einer Verurteilung wegen vierfacher Urkundenfälschung und diversen Verkehrsverstößen muss der gebürtige Ex-Jugoslawe mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Als Sicherheitsleistung hinterlegte der Beschuldigte bereits einen dreistelligen Eurobetrag. Der nicht zugelassene und versicherte SUV wurde bis zum Erwerb von Ausfuhrkennzeichen bei den Schleierfahnder zwangsgeparkt. Als Fazit bleibt festzuhalten: Am falschen Ende gespart.

Am Samstagnachmittag war eine fünfköpfige Migrantengruppe auf der Bundesstraße 21 in der Nähe der Autobahnauffahrt beim Reiterhof Buchenhof einer Zivilstreife der Schleierfahndung geradewegs in die Arme gelaufen. Es stellte sich heraus, dass die jungen Pressemeldung Männer aus dem Irak ohne die erforderlichen Einreisedokumente zu Fuß über den kleinen Grenzübergang am Walserberg nach Deutschland marschiert waren. Nach vorläufiger Festnahme und Personalienfeststellung wurden die Schutzsuchenden im Alter von 18 bis 22 Jahren zuständigkeitshalber an die Bundespolizeiinspektion Rosenheim übergeben.

Albaner drohen Gefängnis und Abschiebung

Einem am Sonntagvormittag festgenommenen Albaner steht hingegen die Einlieferung und möglicherweise ein längerer Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt bevor. Wegen eines Urkundenfälschungsdelikts stand der 29-Jährige mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München I und einer Ausweisung der Ausländerbehörde München auf der aktuellen Fahndungsliste.

Erstes Problem: Da kein ausreichendes Bargeld vorhanden war, blieb nur die Option von 99 Tagen Freiheitsstrafe absitzen. Zweites und wahrscheinlich gravierenderes Problem: Mit dem Erlass der Ausweisungsverfügung bestand für den Mann eine mehrjährige Wiedereinreisesperre. Bei einem derartigen Verstoß droht ihm neben einer Haftstrafe auch die anschließende zwangsweise Abschiebung in seine Heimat.

Gegen 09.00 Uhr hatten Schleierfahnder den mit zwei Männern besetzten britischen Kleintransporter an der Autobahnausfahrt Piding-Nord einer Kontrolle unterzogen. Kurz nachdem der Polizeicomputer die zwei aktuellen Festnahmeausschreibungen ausspuckte, klickten auch schon für den Gesuchten die Handschellen. Es stellte sich heraus, dass es sich bei den Insassen um Brüder handelte und der Fahrer - ausgewiesen mit einem britischen Reisepass - vom Einreiseverbot des Jüngeren wusste. Er wurde wegen Beihilfe angezeigt und im Anschluss entlassen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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